/12 Facts zu Trinkwasser

12 Facts zu Trinkwasser

70 Prozent der Erdoberfläche bestehen aus dem flüssigen Rohstoff und niemand – weder Mensch, Tier noch Pflanze – kann ohne Wasser existieren. greenLIFESTYLE verrät 12 spannende Fakten über Wasser.

Streng geprüft: Leitungswasser

1. Das in Deutschland am strengsten geprüfte Lebensmittel ist Leitungswasser. Versorgerunternehmen müssen es in regelmäßigen Abständen, teil­weise sogar mehrmals täglich, auf Keime und Schadstoffe hin untersuchen – das regelt unsere Trinkwasserverordnung, die hohe Anforderungen an die Qualität des Wassers stellt.

2. Rund 121 Liter verbraucht jeder von uns pro Tag, so das Ergebnis einer Statista-Umfrage. Nur vier Prozent benötigen wir zum Trinken sowie für die Zubereitung von Essen. Mit 36 Prozent nimmt die Körperpflege den größten Anteil ein, gefolgt von Toilettenspülung mit 27 Prozent.

Die Oberfläche unseres Planeten besteht zum Großteil aus Wasser und bietet Lebensraum für unzählige Lebewesen. © Iofoto / Shutterstock

Die Oberfläche unseres Planeten besteht zum Großteil aus Wasser und bietet Lebensraum für unzählige Lebewesen. © Iofoto / Shutterstock

Das passiert, wenn wir zu wenig Wasser trinken

3. Der menschliche Körper besteht zu rund 75 Prozent aus Wasser. Verlieren wir nur zwei Prozent Körperflüssigkeit, beispielsweise, weil wir zu wenig trinken, kann das zu schweren Leistungseinschränkungen sowie Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen und Konzentrationsschwierigkeiten führen.
Tipp: Trinken Sie zwei bis drei Liter täglich.

4. Trinkwasser ist ein Naturprodukt, das in Deutschland zu 70 Prozent aus Grund- und Quellwasser gewonnen wird. 13 Prozent stammen direkt aus Seen, Talsperren und Flüssen, weitere 17 Prozent aus Oberflächenwasser.

Sauberes Trinkwasser für Katastrophengebiete

5. In vielen Regionen der Welt ist es schwierig an sauberes Trinkwasser zu kommen. Um das zu ändern wurde Paul erfunden. Paul steht für Portable Aqua Unit for Lifesaving und erinnert optisch an einen großen Rucksack: Darin filtert eine Membran Bakterien, Viren und Krankheitserreger aus rund 1200 Litern Wasser pro Tag – genug für bis zu 400 Bedürftige und das ganz ohne Energie und Chemikalien. Entwickelt wurde Paul an der Uni Kassel, weltweit sind schon mehr als 2000 Stück im Umlauf. Mehr Infos gibt es aus www.waterbackpack.de

6. Das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser wurde im Juli 2010 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen anerkannt.

7. Im Laufe seines Lebens trinkt jeder Mensch etwa 25 000 bis 30 000 Liter Wasser.

Ein Wasserglas wird auf einer grünen Wiese mit Trinkwasser befüllt. Ausreichend zu trinken ist wichtig für unsere Gesundheit. © Efired / Shutterstock

Viel Wasser trinken ist wichtig für unsere Gesundheit. © Efired / Shutterstock

Bleifreies Wasser

8. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Blei das am häufigsten ver­wendete Material für Wasserleitungen. Seit dem 1. Dezember 2013 darf das nervenschädi­gende Schwermetall einen Grenzwert von 0,01 Milligramm pro Liter nicht mehr überschrei­ten. Bleihaltige Rohre müssen vom Hauseigentümer ausge­tauscht werden.

Leitungswasser vs. Flaschenwasser

9. Selber Zapfen oder doch lieber kaufen – das entscheidet letztendlich der persönliche Geschmack. Klare Pluspunkte gibt es jedoch für die Leitung: Die Qualität ist gut, die Kosten gering und es gibt keine unnötige Verpackung. Je nach Wohnort kann der Mineralstoffgehalt jedoch variieren. Genaue Auskünfte dazu geben die lokalen Wasserversorger.

Eine so schöne Unterwasserlandschaft mit grünen Pflanzen und klarem Wasser sieht man nur noch selten. Durch Landwirtschaft, Nutztierhaltung und menschliche Unachtsamkeit gelangen immer mehr Schadstoffe in unser Grundwasser. © Kichigin / Shutterstock

Durch Landwirtschaft, Nutztierhaltung und menschliche Unachtsamkeit gelangen immer mehr Schadstoffe in unser Grundwasser. © Kichigin / Shutterstock

Antibiotika im Grundwasser

10. Medikamente wie Antibiotika und Chemikalien aus der Nutztierhaltung und Landwirtschaft sowie der Nutzung durch Menschen können das Grundwasser belasten. Das zeigt eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes. Hauptsächlich gelangt das Arzneimittel durch Gülle und private Kleinkläranlagen in die Umwelt, wo sich multiresistente Keime bilden können.

Topqualität für unser Wasser

11. Sehr gut – das ist die Note, die unser Trinkwasser 2015 erhalten hat. Grenzwerte bei Schadstoffen wurden nur in wenigen Einzelfällen überschritten. Auch die mikrobiologischen sowie chemischen Messwerte genügen den Anforderungen der Trinkwasserverordnung zu mehr als 99 Prozent, so das Umweltbundesamt.

12. Immer zum Internationalen Wassertag am 22.  März kürt das Bundesumweltamt einen Gewässertyp des Jahres und informiert über die Entstehung, den Lebensraum sowie die Besonderheiten und die Gefährdung des gewählten Gewässers.

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Foto: © Efried, iofoto, Kichigin, William Bradberry / Shutterstock.com

2018-10-29T14:48:30+00:00

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