///Als die Tiere zu uns zurückkamen

Als die Tiere zu uns zurückkamen

Wölfe, Luchse, Robben – Immer mehr Wildtiere, die bei uns ausgestorben waren, kehren langsam aber sicher nach Deutschland zurück. greenLIFESTYLE stellt einige vor.

Der Wolf

Wölfe wurden in Mitteleuropa im 19. Jahrhundert ausgerottet, in Osteuropa und Italien hielten sich bis heute Bestände. Weltweit sank der Bestand in den letzten Jahrhunderten von etwa 1,2 Millionen auf etwa 170 000. In Europa leben heute wieder rund 12 000 Tiere. Seit einigen Jahrzehnten kehren Wölfe auch wieder nach Deutschland zurück – und zwar von ganz allein. Im Gegensatz zum Luchs müssen keine Tiere umgesiedelt werden. Das liegt daran, dass der Wolf flexibel ist: Er kann auch in Kulturlandschaften gut zurechtkommen und ist nicht besonders wählerisch, was seine Nahrung angeht. Er reißt sowohl Rehe, Hirsche und Wildschweine als auch kleinere Säugetiere, manchmal frisst er sogar Früchte. Zudem können Wölfe problemlos sehr lange Strecken zurücklegen, sie schaffen täglich locker 40 Kilometer. Mittlerweile leben in Deutschland wieder rund 200 Tiere, vor allem in Ostdeutschland und Niedersachsen. Ein Problem für den Wolf ist sein schlechtes Image: Schon in Kindermärchen ist er immer der Bösewicht, und vor allem Halter von Nutztieren sind oft nicht gut auf ihn zu sprechen. Das ist auch nicht ganz unberechtigt, denn er reißt gerne Schafe und Ziegen, wenn er die Möglichkeit hat. Eingezäunte Nutztiere tötet er dabei manchmal in großer Zahl, obwohl er sie nicht alle fressen kann – das liegt daran, dass er nicht an Beutetiere gewöhnt ist, die nicht fliehen. Umweltschutzverbände und Behörden informieren daher Nutztierhalter über Maßnahmen zum besseren Herdenschutz, zudem werden betroffene Landwirte in vielen Bundesländern für gerissene Tiere entschädigt. Für den Menschen ist der Wolf kaum gefährlich, seitdem der Wolf wieder in Deutschland ist, gab es keine Angriffe von Wölfen auf Menschen. Trotzdem sollten Wölfe auf keinen Fall angefüttert und so an den Menschen gewöhnt werden. Der Naturschutzbund Deutschland empfiehlt Hundehaltern zu dem, ihre Hunde in Wolfsgebieten anzuleinen oder nah bei sich zu führen.
In der aktuellen greenLIFESTYLE 02/17 (auch als eMagazine erhältlich) finden Sie den ganzen Artikel ab Seite 82. Lesen Sie dort, wie sich der Bestand des größten Raubtieres Deutschlands verändert hat und warum der Luchs – trotz der Ansiedlungsprojekte – nach wie vor bedroht ist.

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Foto: © Jan Noack WWF

 

2018-09-11T15:27:06+00:00

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