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Clean & Green: Tipps für den grünen Frühjahrsputz

Natürlich lieben wir es sauber – aber bitte ohne Chemiekeule! greenLIFESTYLE  zeigt grüne Alternativen für blinkende Fliesen und duftig-frische Wäsche.

Text Sabina Rahman

Jedes Jahr finden hunderttausende Tonnen Putz- und Waschmittel ihren Weg in die deutschen Abwasserrohre – und teilweise auch in unsere Gewässer. Da lohnt es sich, unsere Haushaltshelfer mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen … Öko oder nicht: Was macht bei Putz- und Waschmitteln eigentlich den Unterschied? Aggressive petrochemische Tenside, synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe, keimabtötende Biozide, Phosphonate, Schaumverstärker, optische Aufheller … Die Liste der potenziell schädlichen oder problematischen Inhaltsstoffe, die sich in vielen herkömmlichen Reinigern und Waschmitteln finden, ist lang. Haushaltshelfer aus dem Bioladen verzichten in den meisten Fällen darauf und setzen stattdessen hauptsächlich auf Rohstoffe auf pflanzlicher und mineralischer Basis sowie biologisch abbaubare Tenside. Eine einheitliche gesetzliche Regelung, was ein Öko- oder Bio-Reinigungsmittel ausmacht, gibt es jedoch nicht.

Nein, danke!
Diese Umweltsünder verbannen wir aus unserem Putzsortiment:

Desinfektionsmittel:
Biozide sind Gift für die Umwelt – und in einem gesunden Privathaushalt normalerweise so notwendig wie ein Düsenjet. Zusätzlich können sie Allergien und Antibiotika-Resistenzen fördern.

Chemische Abflussreiniger:
Bitte keine Chemiekeule verwenden, die direkt in das Abwasser wandert! Bei einem verstopften Abfluss hilft meist ohnehin nur die mechanische Reinigung. Leichten Ablagerungen kann man mit Natron zu Leibe rücken.

„DIY-Putzmittel“ von Tatiana Warchola Freya Verlag • ISBN: 9783990251911 • 64 Seiten • 7,90 Euro (D)

„DIY-Putzmittel“ von Tatiana Warchola • Freya Verlag • ISBN: 9783990251911 • 64 Seiten • 7,90 Euro (D)

WC-Duftsteine:
Auch sie belasten das Abwasser stark, haben aber keine nennenswerte hygienische Wirkung.

Raumsprays:
Sie überdecken schlechte Gerüche, statt sie zu beseitigen, können die Atemwege reizen und zu Allergien führen. Spraydosen sind zudem nicht wiederverwertbar. Lieber einfach kurz durchlüften, das ist gesünder.

Backofensprays:
Diese können giftige Dämpfe entwickeln und auch die Rückstände gelten als gesundheitsschädlich. Besser: Das Backrohr mit einer Paste aus Backpulver und Wasser bestreichen und einige Stunden einwirken lassen.

Papierhandtücher und Einweg-Materialien:
Sie verursachen unnötigen Müll und sollten daher vermieden werden. Wiederverwendbare mechanische Tools wie Mikrofasertücher, Bürsten oder das gute alte Kehrblech sind dagegen gern gesehene Helfer im Haushalt.

 

Weitere Tipps für den grünen Frühjahrsputz finden Sie in der greenLIFESTYLE 01/17 als eMagazine oder im Buch „DIY-Putzmittel“ von Tatiana Warchola.
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Foto: © TaraPatta / Shutterstock.com

Quellen: www.umweltbundesamt.de, www.oekotest.de, www.forum-waschen.de
2018-05-30T10:52:48+00:00

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