Vinum Hadrianum produziert Naturwein nach Vorbild der alten Römer – natürlich, ohne Zusätze, ohne moderne Maschinen. Im Oktober 2020 stellte das kleine Weingut in Italien feierlich den ersten Wein vor und bereitet sich nun auf die neue Ernte vor.

Spätestens, wenn die leuchtend-bunten Farben des Herbstes nach und nach grauem Nieselwetter weichen, sehnen wir uns nach vergangenen Sommertagen. Ein Wein mit vollmundigen Aromen lässt die Erinnerung an wärmende Sonnenstrahlen wieder aufleben.

Besondere Weine mit einzigartigem Geschmack stellt Vinum Hadrianum her. Die Weinberge liegen in den Abruzzen – eine Region, die leider nicht unbedingt für qualitative Tropfen bekannt ist, da in der Vergangenheit viel auf Massenproduktion gesetzt wurde. Das soll sich nun ändern. Eine neue Generation von Winzern hat das Potential der Region für hochwertigen Wein erkannt und möchte neue Standards – fernab der Massenfabrikation – setzen.

Einer dieser Winzer ist Piero Pavone. Für ihn ist die Natur das höchste Gut, das zu erhalten gilt. Daher setzt er bei der Weinherstellung auf natürliche Prozesse – ohne künstliche Zusatzstoffe oder mechanisierte Arbeitsabläufe, die der Natur schaden könnten. Sein Projekt Vinum Hadrianum ist eine Herzensangelegenheit, die nicht auf Profit ausgelegt ist.

Die Idee hinter Vinum Hadrianum ist, den vergessenen Wein der Antike wieder aufleben zu lassen. So, wie er vor rund 2000 Jahren in Atri, der Heimatstadt Pieros, entstand. Beispielsweise gären die Weine – ob weiß oder rot – in Amphoren mit der Maische. Diese und weitere Feinheiten verleihen den Vinis Hadriani eine einzigartige Note. Die ersten Naturweine nach antikem Vorbild feierten am 01. Oktober 2020 Premiere.

 Naturwein-Premiere: Aelio und Maximo

Der Orangewein Aelio bekommt seine kräftig gelbe Farbe durch das eher ungewöhnliche Herstellungsverfahren: Die Weißweintrauben werden wie Rotweintrauben verarbeitet. So enthält der Wein nicht nur eine besondere Farbe, sondern einen ebenso besonderen Geschmack. Aelio betört mit seiner fruchtigen Eleganz und erinnert mit einer leicht herzhaften Note an italienische Kräuterwiesen im Sommer.

Sattes Rubinrot mit violetten Reflexen sind bereits ein Genuss für die Augen. Der Rotwein Maximo ist vollmundig mit tanninreichem Charakter und komplexer Struktur, die er jedoch nicht sofort preisgibt. Eine leichte Lakritznote rundet das harmonische Zusammenspiel verschiedener Aromen ab.

Allerdings gibt sich Vinum Hadrianum mit diesen beiden Weinen noch nicht zufrieden. Nach und nach werden weitere Besonderheiten das Sortiment erweitern.

Wilder Pecorino

Die weiße Rebsorte Pecorino gilt als eine der ältesten überhaupt. Sie wurde nicht kultiviert, sondern wächst wild und ursprünglich in der Region. Ebenso wie andere alte Sorten feiert diese besondere Traube ein Comeback und wird von Weinkennern vermehrt nachgefragt. Derzeit entsteht ein Pecorino Naturwein, der bald in Flaschen abgefüllt, das Angebot von Vinum Hadrianum erweitern wird.

Montonico: Auf den Spuren von Pontius Pilatus

Die Montonico-Trauben stammen aus Bisenti in der Region Abruzzen. Die Legende besagt, dass Pontius Pilatus hier lebte. Der römische Präfekt verurteilte Jesu Christi der Bibel nach zur Hinrichtung und ist daher eine bedeutende Figur im christlichen Glauben. Zudem wird er Namensgeber des neuen Naturweins Pontius von Vinum Hadrianum sein.

Die Traube Montonico ist unter Weinliebhabern bekannt für ihr exotisches Aroma, das an Banane und Melone erinnert, sowie für eine leicht bittere Note im Nachgang. Diese Weine zeigen sich als ideale Begleiter zu Fischgerichten, Eierspeisen oder feinen Käseplatten. Ein besonderer Genuss sind die edlen Tropfen zur Mugnaia Pasta. Diese Spezialität wird nach alter Tradition am Ufer des Flusses Fino noch bis heute von Hand gerollt.

Es geht weiter: Neuer Weinberg für neue Sorten

Vinum Hadrianum erweitert seine Anbaufläche um einen weiteren Weinberg in San Martino. Auf einer Höhe von 420 Metern wachsen künftig zwischen Olivenbäumen neue Weinsorten. Geschützt von umliegenden Bergen und mit Blick auf das Meer bietet diese Idylle zudem einen Rückzugsort für wilde Tiere: Stachelschweine, Wölfe, Falken sowie eine seltene Krabbenart fühlen sich zwischen Olivenbäumen und Rebstöcken zuhause.

Vorerst können Weinliebhaber aus Deutschland die Naturweine online bestellen. Sobald Aelio und Maximus im deutschen Fachhandel erhältlich sind, erfahren Sie es auf der Internetseite von Vinum Hadrianum.