Durch Upcycling kann jeder etwas zum Umweltschutz beitragen und den eigenen Alltag nachhaltiger gestalten. Insbesondere im Fashion-Bereich können wir mit der Weiterverwertung von Kleidung ein Zeichen setzen. Denn noch immer werden viel zu häufig Kleidungsstücke, die eigentlich noch gut sind, entsorgt. Und das in erschreckend großem Ausmaß.

Die Kleidungsstücke sind nicht mehr modisch genug oder man hat sich daran satt gesehen – die ehemaligen Fashion-Pieces hüten den Kleiderschrank. Manche Klamotten weiten sich, aus anderen wächst man heraus.

Upcycling statt Wegwerf-Fashion

Mit ein bisschen Kreativität und einer Nähmaschine entstehen durch Upcycling tolle Einzelstücke.

Auch große Textilunternehmen machen immer wieder Schlagzeilen mit der Umweltbelastung von Fast Fashion. Tonnenweise nicht verkaufte Hosen, Shirts und Kleider werden verbrannt – eine zusätzliche Belastung, die neben den giftigen Nebenprodukten bei der Herstellung, für eine schlechte Bilanz von Fast Fashion sorgt.

Weiterverwertung als gutes Beispiel

Upcycling: Ein Herz, aus alten Stoffresten genäht, mit gesticktem Love-Schriftzug

Nachhaltiger und sozialer ist es, ausrangierte – aber noch tragbare – Kleidung an Bedürftige oder caritative Einrichtungen zu spenden. Privatpersonen haben die Möglichkeit, diese direkt bei sozialen Vereinen und Kirchen abzugeben oder können diese in Altkleidertonnen geben, die in Städten verteilt zu finden sind.

Privatpersonen können sich außerdem vornehmen, den eigenen Lebensstil so zu ändern, dass es einen Unterschied macht. Neben der Möglichkeit, alte oder nicht getragene Kleidung zu spenden, gibt es noch eine andere, tolle Alternative, um alten Stücken wieder neues Leben einzuhauchen: Upcycling nennt sich der Trend, bei dem aus alten Sachen selbst wieder etwas Tolles, Neues gemacht wird.

Individuell und umweltschonend: Upcycling

Upcycling kann dabei auf verschiedenste Weisen stattfinden. So lässt sich beispielsweise der Stoff einer alten, abgenutzten Jeans zu einem selbstgenähten Beutel verarbeiten. Der alte Stoff wird sinnvoll genutzt und das Endergebnis ist ein originelles Modestück – ein Unikat, das sonst niemand hat. Es gibt sogar zahlreiche Bücher zu Upcycling mit Ideen, Tipps, verschiedensten Schnittmustern und Nähanleitungen, die speziell darauf abzielen, aus alten Kleidungsstücken etwas Neues zu kreieren.

Eigene Etiketten für den persönlichen Upcycling-Style

Um dem eigenen Upcycle-Look noch mehr Individualität zu geben, helfen Accessoires: Beispielsweise ein eigens entwickeltes Logo, dass das Kleidungsstück als das persönliche Designer-Piece kennzeichnet. Wäscheetiketten kann man einfach online gestalten und bestellen. So ist jedes neu kreierte und gestaltete Teil schnell mit dem eigenen Label gekennzeichnet – und die eigene Upcycling-Kollektion erhält ihren letzten Schliff.

Mit gewebten Etiketten macht Upcycling noch mehr Spaß!

Fazit: Upcycling – Stylischer Umweltschutz

Obwohl über Nachhaltigkeit und Umweltschutz in letzter Zeit immer mehr geredet wird und beide als dringliche Angelegenheiten immer mehr an Wichtigkeit gewinnen, ist das Thema „Fast Fashion“ leider immer noch top aktuell. Das zeigt sich sowohl bei großen Textilkonzernen als auch schließlich bei den Konsumenten. Kleidung wird schnell und in Massen gekauft und leider genauso schnell wieder entsorgt.

Doch es gibt einen Trend, der dem in gewisser Weise entgegenwirken kann – das Upcycling. Hier wird alte, ungenutzte Kleidung aufgemotzt beziehungsweise dazu genutzt, neue Stücke herzustellen. Also Recycling der etwas anderen Art. Das ist eine tolle und kreative Möglichkeit, alten Kleidungsstücken, die ansonsten im Müll gelandet wären, wieder neues Leben einzuhauchen und noch weiter zu tragen. Es wird hier nicht nur Müll vermieden, sondern bei größerer Anwendung werden auch wertvolle Ressourcen gespart.

Außerdem ist es für viele eine Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und so beim Basteln und Schneidern Stress abzubauen. Das Ergebnis sind einzigartige Kleidungsstücke und Accessoires, die die eigene Individualität unterstreichen – etwas, das billige Massenware nicht kann und auch nie können wird. Und gleichzeitig freut sich die Geldbörse, das eigene Gewissen und natürlich auch die Umwelt.

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Fotos: Wunderlabel.de (1); Clem Onojeghuo, Rustam Mussabekov  via Unsplash.com