Du bist zu einem festlichen Anlass eingeladen, willst dafür aber nicht dein Umweltbewusstsein über Bord werfen? Mit unseren Tipps und Tricks wird dein Abendkleid nachhaltig!

Wer nachhaltig leben möchte, beginnt sicherlich früher oder später damit, sich Gedanken um den eigenen Kleiderschrank zu machen. Wenngleich es den meisten Menschen Spaß macht, sich neu einzukleiden und sich für besondere Anlässe zurechtzumachen, so hat die Modeindustrie doch in puncto Nachhaltigkeit nicht den besten Ruf. Wie kann man also umweltbewusst vorgehen, wenn man zu einem Empfang, zur Hochzeit oder zum Abiball eingeladen ist und sich dafür neu einkleiden möchte? Wir haben Anregungen gesammelt, die dein Abendkleid nachhaltig machen!

Gut für die Umwelt: ein nachhaltiges Brautkleid; Foto © oliviabrown8888 via pixabay.com

Welche Labels zeigen, dass ein Abendkleid nachhaltig ist?

Nicht jedes Kleidungsstück wird unter schlechten Bedingungen für Natur und Umwelt produziert. Tatsächlich gibt es eine Menge Labels, die bei ihren Modellen für die Abendgarderobe Wert auf ein ausgeklügeltes Nachhaltigkeitskonzept legen. Dies bezieht sich sowohl auf die Auswahl der Rohstoffe als auch auf die Qualität der Kleidungsstücke. Hochwertige Kleidung kann länger getragen werden und muss seltener durch neue Teile ersetzt werden. Dies wiederum reduziert den ökologischen Fußabdruck und den Verbrauch von Ressourcen. Um dein Abendkleid nachhaltig einzukaufen, ist es wichtig, das Mindset zu verändern – weg von Fast Fashion und hin zu langlebigerer Kleidung und einem minimalistischen Lebensstil. Gewöhnen dir daher an, lieber ein wenig länger zu sparen und ein hochwertigeres Kleidungsstück zu kaufen, als bei jedem kleinsten Impuls gleich zuzuschlagen. Überlege dir vor jedem Kauf, ob du wirklich neue Kleidung benötigst – oder ob du gerade einen Frustkauf tätigst. So macht es Sinn, sich vor jedem Kauf die Zeit zu nehmen, um eine Nacht darüber zu schlafen. Vielleicht findest du am nächsten Morgen heraus, dass du doch nicht unbedingt einkaufen musst, sondern nur den Wunsch hattest, deine Stimmung zu heben.

Secondhand statt Neukauf macht dein Abendkleid nachhaltig

Das Kleid ist gekauft, wurde zum Event getragen – und anschließend versauert das schöne Abendkleid im Schrank? Vor allem bei Kleidungsstücken, die zu bestimmten Anlässen gekauft wurden, gibt es nicht immer die Gelegenheit, die Sachen wieder anzuziehen. In diesem Fall macht es Sinn, die Kleidungsstücke nach dem Gebrauch einfach weiterzugeben. Vielleicht kennst du Freunde oder Bekannte, die eine ähnliche Kleidergröße wie du tragen. Alternativ gibt es in den meisten größeren Städten auch regelmäßige Kleidertauschpartys, auf denen man bei einem Glas Sekt nette Kontakte knüpfen und Kleider weitergeben kann. Ist dies nicht der Fall, kannst du auch einfach selbst eine Kleidertauschparty organisieren. Vor allem Kleider, die nicht ganz günstig gewesen sind, kannst du auch mitunter noch weiterverkaufen. So lassen sich ein paar zusätzliche Euros für die Urlaubskasse verdienen – oder für den nächsten Shopping-Trip. Dazu kannst du verschiedene Flohmarkt-Apps nutzen oder im Secondhandladen nachfragen, ob ein Ankauf möglich ist.

Wie pflege ich mein Abendkleid nachhaltig?

Der richtige Umgang mit der Kleidung verlängert deren Lebensdauer. Dies ist wiederum gut für die Umwelt, da dadurch Ressourcen geschont werden. Doch wie pflegt man seine Kleidungsstücke optimal? Tatsächlich beginnt die Pflege bereits bei der Aufbewahrung im Kleiderschrank. Wenn die Anziehsachen ordentlich gefaltet und aufgehängt werden, ist es leichter, alles im Blick zu behalten. So siehst du direkt, was du besitzt, und hast weniger Probleme damit, ein Outfit zusammenzustellen. Davon abgesehen ist auch die Häufigkeit des Waschens ein wichtiger Faktor. Mit jedem Waschgang nutzt ein Kleidungsstück sich etwas ab und verliert an Qualität. Ideal ist es daher, um den Umgang mit dem Abendkleid nachhaltig zu gestalten, so oft wie nötig und so wenig wie möglich zu waschen. Manchmal ist es auch ausreichend, ein Kleidungsstück für ein paar Stunden auslüften zu lassen, anstatt es direkt zu waschen. Das bewahrt nicht nur die Qualität, es spart auch Wasser, Waschmittel und Strom. Außerdem ist es wichtig, die Kleidung entsprechend der aufgedruckten Pflegehinweise zu waschen. Diese findest du meist auf dem Schild, dass in der Innenseite der Kleidung befestigt ist. Manche Sachen kann man getrost bei 40 oder 50 Grad waschen, andere besser nur bei 30 Grad oder direkt mit der Hand. Versuche stets mit deinen Kleidungsstücken so sanft wie möglich umzugehen – so wirst du lange Freude damit haben.

Reparieren statt neu kaufen

Viel zu oft entscheiden sich Menschen dazu, Kleidungsstücke, die einen Schaden haben, direkt wegzuwerfen. Dabei kann man die meisten Dinge problemlos reparieren. Praktisch ist es, wenn man selbst ein bisschen nähen kann und es schafft, zumindest einen abgefallenen Knopf wieder zu befestigen. Alternativ gibt es in den meisten Städten auch Änderungsschneidereien, die für wenig Geld Löcher flicken oder Risse wieder zunähen können. Aus Kleidungsstücken, die sich nicht mehr reparieren lassen, kannst du im Sinne vom Upcycling-Trend neue Sachen herstellen. So wird aus einem alten T-Shirt noch ein praktischer Jutebeutel oder ein selbst gemachter Rock.

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