Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, arbeiten immer mehr Deutsche im Homeoffice. Arbeiten, ohne Haus oder Wohnung verlassen zu müssen, ist nicht nur während dieser Ausnahmesituation praktisch. Vorausgesetzt, man geht es richtig an.

Text Lisa Rupp

Das Coronavirus hat die ganze Welt in einen Ausnahmezustand versetzt. Rund um den Erdball ergreifen Länder und Regierungen Maßnahmen wie Ausgangssperren oder Beschränkungen, um die Verbreitung des Sars-CoV-2 einzudämmen.

Im Folgenden geben wir euch konkrete Handlungsempfehlungen für ein erfolgreiches und ökologisches Home-Office in Zeiten des Coronaviruses.

Ein Mann sitzt an seinem Arbeitsplatz im Homeoffice

Foto: (c) StockSnap/Pixabay, Nr. 2572980

Den sozialen Umgang auf das nötige Minimum zu beschränken, hat sich bisher als eine der effektivsten Methoden gegen die Coronawelle erwiesen. Um sich selbst und die Mitmenschen vor einer Ansteckung an dem Virus zu schützen, heißt es deswegen: Abstand halten!

Um den empfohlenen Sicherheitsabstand von 1,50 Meter zu gewährleisten, arbeiten immer mehr Deutsche im Homeoffice. Für viele bringt diese Situation neue Herausforderungen mit sich: Unternehmen, die vorher keine Homeoffice-Option hatten, müssen nun sehen, dass der Betrieb zuverlässig weiterläuft. Mitarbeiter, denen die Erfahrung mit Arbeiten von Zuhause aus fehlt, sind mit den neuen Gegebenheiten möglicherweise anfangs überfordert.

Schwierigkeiten im Homeoffice

Schulen und Kindergärten sind aktuell wegen des Coronavirus geschlossen. Aber auch, während der Ferien oder wenn ein Kind erkrankt, kann es notwendig es, dass Eltern von Zuhause aus arbeiten. Um die Kinder dann nicht dauerhaft vor einem Bildschirm zu parken, ist es hilfreich, den Tag mit ihnen gemeinsam zu planen und ihnen Aufgaben und Beschäftigung zu bieten.

Home-Office – So geht’s produktiv und umweltbewusst

Ideen und Bastelanleitungen mit pädagogischem Wert liefert beispielsweise der Kima-Shop. Materialien für Kinder im Kita- bis hin zum Grundschulalter können direkt gedownloadet werden. Das erspart das Warten auf die Lieferung und zudem CO₂, das beim Versand von Materialien entstehen würde.

Homeschooling mit Kindern daheim.

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Aber auch ohne Kinder bringt das Arbeiten im Homeoffice Herausforderungen mit sich. Abläufe und Austausch mit Kollegen funktionieren nicht immer so reibungslos, wie man es aus dem Büro gewohnt ist.

Kommunikation im Homeoffice

Kurze Kommunikationswege über den Schreibtisch hinweg fallen weg. Innerhalb von Teams ist es daher besonders wichtig, sich mit regelmäßigen Calls, via Chat oder per Mail auszutauschen und auf den aktuellen Stand zu bringen.
So wird vermieden, dass aneinander vorbei gearbeitet wird.

Tools wie Skype, Zoom oder Slack ermöglichen einen schnellen und unkomplizierten Austausch. Insbesondere, wenn das Team noch keine Erfahrungen mit Arbeiten von Zuhause hat, braucht es eventuell ein paar Tage, damit sich alle an die neuen Wege und Abläufe gewöhnt haben.

Vorteile des Homeoffice

Während das Coronavirus in Deutschland und der ganzen um sich greift, sind die ersten Vorteile offensichtlich. Die Regierung auf Landes- und Bundebene ruf dazu auf, Zuhause zu bleiben, um eine weitere Verbreitung des Virus durch Kontakt zu anderen Personen zu verhindern. Damit Unternehmen darunter nicht mehr als nötig leiden müssen, ist das Homeoffice bestens geeignet, die eigenen Mitarbeiter zu schützen und gleichzeitig den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Aber auch nach der Coronawelle hat das Homeoffice viele Vorteile.

Warum Arbeiten von Zuhause gut für die Umwelt ist

Auch das Klima und die Umwelt profitieren vom Arbeiten Zuhause. Insbesondere Pendler, die sich lange Anfahrtswege somit sparen, entlasten die Umwelt. Außerdem kann die gesparte Zeit von langen Arbeitswegen sinnvoll genutzt werden und die Work-Life-Balance ausgleichen. Dieser Effekt kommt letztlich auch dem Arbeitgeber zugute. Wie Studien gezeigt haben, arbeiten ausgeglichene und glückliche Menschen effizienter.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Betriebskosten gespart werden können, wenn weniger Mitarbeiter im Büro anwesend sind. Ausgeschaltete Computer oder weniger Kaffee, der durch die Maschine läuft, mögen zwar nur kleine Punkte bei der Rechnung sein, aber auch diese kleinen Einsparungen wirken sich positiv auf die Umwelt aus.

Tipps für erfolgreiches Arbeiten im Homeoffice

1. Selbstdisziplin und Organisation

Auch, wenn es verlockend ist, während des Homeoffice ein bisschen Haushalt nebenher zu erledigen, ist das kontraproduktiv. Um effizient zu arbeiten, ist es wichtig, sich zu fokussieren und Ablenkungen im Voraus auszuschließen.

Feste Arbeitszeiten, wie wir sie aus dem Büro gewohnt sind, sollten deshalb auch im Homeoffice beibehalten werden. Das hilft dabei, den Tag für sich selbst sinnvoll zu strukturieren. Wer nicht alleine lebt, kommuniziert die Zeiten am besten auch an Familie, Partner oder Mitbewohner, damit diese nicht mit unnötigen Ablenkungen den Workflow stören.

Eine inhaltliche Struktur unterstützt das konzentrierte Arbeiten zudem. Sind Termine für Telefonkonferenzen oder andere Calls gegeben, kann man sich an diesen orientieren. Festgelegte Zeitfenster für weitere Tätigkeiten helfen dabei, keine To-Do’s zu vergessen. Eine gewisse Flexibilität darf dennoch beibehalten werden, denn es kann immer etwas Wichtiges dazwischenkommen.

Effektives und effizientes Home-Office.

Foto: Rawpixel.com / Shutterstock.com, Nr. 448523395

2. Einen guten Arbeitsplatz einrichten

Eine weitere Verlockung im Homeoffice ist es, den Arbeitsplatz auf die gemütliche Couch oder gar ins Bett zu verlegen. Wie oft haben wir uns beim Klingeln des Weckers gewünscht, einfach noch etwas liegen bleiben zu können? Und genau da liegt der Fehler: Um konzentriert arbeiten zu können, müssen wir erstmal aktiv werden und den Kreislauf beleben. Wer den Laptop unter der Kuscheldecke aufklappt, kommt aus der schläfrigen Gemütlichkeit raus.

Stattdessen ist es hilfreich, einen Platz zum Arbeiten zu schaffen. Wer keinen Raum als Büro zur Verfügung hat, richtet sich einen Workspace am Esstisch oder eine Büro-Ecke im Wohnzimmer ein. Wichtig ist dabei, wie unter 1. erwähnt, dass keine Ablenkungen die Arbeitsprozesse stören. Das Schlafzimmer ist keine optimale Lösung, da es für die innere Balance besser ist, Ruhe- und Arbeitsräume voneinander zu trennen. Wer keine andere Wahl hat, kann beispielsweise mit einem Parwin oder einem Vorhang den Schlafbereich optisch vom Arbeitsplatz trennen.

PErfekter Arbeitsplatz für Home-Office.

Foto: Anchiy / Shutterstock.com, Nr. 374282575

3. Kleider machen Leute: der Homeoffice-Look

Das Internet ist voll von humorvollen Sprüchen, die das Homeoffice mit der Festival-Saison vergleichen und optische Verwahrlosung prophezeien: Ungeduscht in Jogginghose statt Anzug oder Kostüm. Zwar kann das schicke Business-Outfit während des Homeoffice tatsächlich im Schrank bleiben, Schlabber-Look ist allerdings nicht die passende Alternative.

Um auch Zuhause motiviert und produktiv in den Arbeitstag zu starten, hilft es, sich entsprechend zu kleiden. Das Outfit darf gerne bequemer und legerer sein, als es für den Büro-Alltag ausfallen würde. Es sollte sich aber nicht nach dem liebsten Feierabend- oder Wochenend-Look anfühlen, denn das verleitet dazu, sich entsprechend zu verhalten.

4. Pausen einlegen

Im Büro ist es der Gang in die Küche, um einen neuen Kaffee zu holen – dabei ein kurzer Austausch mit Kollegen aus anderen Abteilungen Diese kleinen Auszeiten, die sich wie von selbst im Büroalltag ergeben, fehlen Zuhause. Damit die Konzentration nicht darunter leidet, sollten immer wieder kleine Pausen genommen werden.

Aufstehen, sich bewegen und für einen Moment nicht mehr den Bildschirm vor der Nase zu haben, hilft dabei, den Kopf wieder frei zu bekommen und Platz für neue Gedanken zu schaffen. Beispielsweise ein kurzer Ausflug auf dem Balkon, wenn ein Arbeitsschritt abgeschlossen ist. Oder eben doch der Gang zur Kaffeemaschine – und vielleicht ergibt sich dabei ein kurzer Plausch mit anderen Abteilungen wie dem Kinderzimmer oder Homeoffice-Kollegen, die auch gerade ihr Zuhause-Büro verlassen.

Ruhepausen in Zeiten des Coronavirus einlegen.

Foto: Karuka / Shutterstock.com, Nr. 59888719

Noch mehr hilfreiche Tipps für das Arbeiten von Zuhause haben die Experten von T3n in einem kostenlosen PDF zusammengestellt.

Nachhaltigkeit im Homeoffice

Auch das Klima und die Umwelt profitieren vom Arbeiten Zuhause. Insbesondere Pendler, die sich lange Anfahrtswege somit sparen, entlasten die Umwelt. Außerdem kann die gesparte Zeit von langen Arbeitswegen sinnvoll genutzt werden und die Work-Life-Balance ausgleichen. Dieser Effekt kommt letztlich auch dem Arbeitgeber zugute. Wie Studien gezeigt haben, arbeiten ausgeglichene und glückliche Menschen effizienter.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Betriebskosten gespart werden können, wenn weniger Mitarbeiter im Büro anwesend sind. Ausgeschaltete Computer oder weniger Kaffee, der durch die Maschine läuft, mögen zwar nur kleine Punkte bei der Rechnung sein, aber auch diese kleinen Einsparungen wirken sich positiv auf die Umwelt aus.

Vielleicht stören auch Sie sich ab und zu an dem Verhalten mancher Kollegen: sinnlose Ausdrucke von E-Mails, falsch sortierter Müll und vergessene Lebensmittel im Kühlschrank. Die gute Nachricht ist: Im Homeoffice sind Sie diesbezüglich ihr eigener Chef und können entsprechende Maßnahmen in ihrem eigenen Büro durchsetzen.

green Lifestyle gibt Ihnen Anregungen, für ein nachhaltiges Arbeitsumfeld zu Hause:

Umweltbewusst drucken

In manchen Jobs kommt man ohne gedruckte Unterlagen nicht aus. Müssen diese nicht an Geschäftspartner oder Kunden weitergegeben werden, sondern dienen allein der eigenen Ablage, kann man auf recyceltes, nicht gebleichtes Papier zurückgreifen oder gar die Rückseite von veralteten Ausdrucken nutzen.

Nachhaltiges Papier verwenden

Nach Angaben des Bundesumweltamtes werden beim Recyceln von Altpapier über 30 Prozent der Wassermenge und etwa die Hälfte der Energie gegenüber der Herstellung von neuem Papier eingespart. Außerdem werden dadurch weniger Bäume gefällt. Ein sicherer Hinweis auf nachhaltig hergestelltes Recycling-Papier ist das Siegel Blauer Engel.

Think before Print – sinnvoll drucken

Nicht nur die Wahl des richtigen Papieres legt sich positiv auf die Umweltbilanz des Homeoffice aus. Auch den Print-Vorgangs selbst kann man mit ein paar Tricks nachhaltiger machen.

Beispielsweise gibt es Programme, die nachhaltigeres Drucken ermöglichen. Sie verhindern, dass unnötige Abschnitte gedruckt werden. Beispielsweise die letzten Zeilen einer E-Mail-Signatur, die auf einer weiteren Seite landen: Ein Blatt Papier, das man sich hätte sparen können, denn es landet höchstwahrscheinlich direkt im Papiermüll.

Mit Tools wie Green Cloud Printer, das man über Chip.de downloaden kann, lassen sich Druckeroptionen mit nur wenigen Klicks nachhaltiger einstellen – unabhängig von Druckermodell oder Treiber. Einzelne Bereiche oder Seiten, die nicht gedruckt werden sollen, können einfach ausgewählt werden. Für die Bereiche, die unausweichlich gedruckt werden müssen, gibt es Tintensparoptionen, die auch eine Graustufen-Option beinhalten.

Das schont auf lange Sicht nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel – nicht nur Zuhause, sondern vielleicht auch bald im Büro.

Ökologische Druckerfarbe

Einige herkömmliche Druckerfarben enthalten Mineralöl, das aus Erdöl gewonnen wird, als Lösungsmittel. Mittlerweile gibt es jedoch für viele Druckermodelle Alternativen, die beispielsweise auf Pflanzen zurückgreifen. Viele Online-Shops bieten außerdem  Refill-Patronen, die Müll und Kosten einsparen.

Biofarbe für den Druckergebrauch Zuhause gibt es aktuell noch nicht, allerdings arbeiten Großdruckereien wie die Umweltdruckerei bereits mit Pflanzenfarben.

Fazit: Produktiv im Homeoffice

Arbeiten im Homeoffice ist in einigen Branchen eine gute Option, um Mitarbeitern eine gewisse Flexibilität zu ermöglichen. Das ist beispielsweise für junge Eltern, die während Schließzeiten oder Ferien auf ihr Kinder aufpassen müssen, sehr praktisch. Aber auch, um Mitarbeiter vor Krankheiten zu schützen, ist das Homeoffice eine Lösung, von der ein gesamtes Unternehmen profitieren kann. Das zeigte sich beispielsweise 2020 während sich das Coronavirus weltweit ausbreitete.

Die Umwelt profitiert ebenfalls von dezentralen Arbeitsplätzen: Bleiben Mitarbeiter zu Hause, statt sich morgens mit Auto durch den Berufsverkehr zu quälen, wirkt sich das positiv auf unser Klima aus. Werden die Arbeitsprozesse im Homeoffice zusätzlich auf Nachhaltigkeit optimiert, verbessert sich damit die eigene Klimabilanz.

Es gibt zahlreiche Tipps, die dabei helfen, das Arbeiten von Zuhause möglichst effizient und produktiv zu gestalten. Zu den wichtigsten zählen eine sinnvolle Tagesstruktur festzulegen und sich einen Arbeitsplatz ohne Ablenkungsmöglichkeiten einzurichten.