Der Winter ist nicht jedermanns Sache. Wenige Stunden Tageslicht machen häufig schlapp und antriebslos. In manchen Fällen kommt es sogar zur saisonal abhängigen Winterdepression. Soweit muss es nicht kommen, denn ein jahreszeitlich angepasster Lebensstil und entsprechende Ernährung stimulieren das Immunsystem und heben die Laune.

Was ist eine Winterdepression?

Wenn von einer Winterdepression die Rede ist, spricht man von einer  Depression, die in den Wintermonaten auftritt. Oft wird diese depressive Verstimmung auch Winterblues genannt.

Folgende Anzeichen können ein Indiz sein, dass Sie unter einer Winterdepression leiden:

  • Energielosigkeit

  • Traurigkeit

  • Erhöhte Lust auf Süßes

  • Gefühl der Sinnlosigkeit

  • Vermehrtes Schlafbedürfnis

  • Gewichtszunahme

Tipps gegen die Winterdepression:

Wenn Sie unter einen der oben genannten Symptomen leiden, heißt das nicht, dass sie für den Rest der dunklen Jahreszeit darunter leiden müssen. Im Folgenden geben wir Ihnen Tipps und Tricks, wie Sie diese Jahreszeit glücklich überstehen.

1. Maulbeertee – Der Exot aus Asien

Maulbeeren gelten als wichtige Quelle für Mineralstoffe wie Zink oder Eisen. Zudem wird die darin natürlich enthaltene Glutaminsäure im Körper zu Gaba-Rezeptoren umgewandelt, welche unser zentrales Nervensystem positiv beeinflussen.

Der Effekt: Sie beruhigen den Geist (machen aber nicht müde) und verbessern die Schlafqualität.

2. Dankbarkeitstagebuch

„Heute habe ich alle geplanten Termine eingehalten“ oder „Ich habe einen guten Freund kontaktiert“.

Derlei Tagesgeschehnisse erscheinen banal, sollten aber abends schriftlich festgehalten werden. Denn der tägliche Rückblick auf mindestens drei positive Dinge schult die Wahrnehmung auf das Positive – ähnlich wie bei einem Muskel, der kontinuierlich trainiert wird.

Diese kleine Übung dient auch als wichtiges Instrument zur Behandlung von Depressionen: Bei Untersuchungen wurde nach sechs Monaten derselbe Effekt festgestellt wie bei der Einnahme von gemütsaufhellenden Medikamenten.

3. Vitamin D – eigentlich ein Hormon

Vitamin D wird häufig als Vitamin verkannt, gehört tatsächlich aber zu den Hormonen. In der Sommersonne produziert unsere Haut genug von dem stimmungspushenden „Stoff“, jedoch nicht im Winter.

Eier und fettreiche Fische wie Lachs, Thunfisch, Makrelen oder Hering gelten als wertvolle Lieferanten.

Über richtige Ernährung und eventuelle Zusatzpräparate* lässt sich der Mangel ausgleichen.

4. Food for Mood

Da Ernährung auch direkten Einfluss auf unsere Gefühlslage hat, ist die Vermeidung von aufputschenden Stoffen wie Zucker oder Koffein grundlegend für geistige Stabilität. Zu viel Süßes etwa führt zum jähen Blutzuckeranstieg, was Hyperaktivität und aggressive Neigungen auslösen kann. Baut sich der Blutzucker wieder ab, fällt die Laune rapide.

Daher sollte man bei Heißhungerattacken besser zu Obst, Nüssen oder Müsliriegeln greifen. Außerdem ist es gerade in kalten Monaten wichtig, den Körper von innen warm und somit den Stoffwechsel gesund zu halten.

Empfohlen werden Eintöpfe und Suppen aus Wurzelgemüse, Tees oder Gewürze wie Ingwer und Zimt.

5. Eine extra Stunde Winterschlaf

Im Prinzip ist es simpel – regelmäßiger Schlaf hält die Neurotransmitter in Balance, diese kontrollieren die Hormone, welche wiederum Laune und Emotion direkt beeinflussen. Vereinfacht ausgedrückt: Wer weniger als sieben Stunden schläft, ist anfälliger für Niedergeschlagenheit und Missstimmungen. Im Winter sind mindestens acht Stunden nötig.

Denn das Schlaf fördernde Hormon Melatonin wird bei Dunkelheit ausgeschüttet, bei Tageslicht hingegen der Wohlfühlbote Serotonin. Ausreichend Schlaf gleicht den gestörten Hormonhaushalt während der düsteren Jahreszeit aus und aktiviert die gesamte Gesundheit – psychisch, physisch und emotional.

6. Bewegung und Sport

Sport macht glücklich. Zumindest, wenn man damit fertig ist.

Der Grund dafür liegt bei den Hormonen und Botenstoffen, die während der Bewegung ausgeschüttet werden. Dazu zählt nicht nur Serotonin, sondern auch Dopamin und Adrenalin.

Wenn Sie an einer Winterdepression leiden, ist es sehr sinnvoll, sich auch während der dunklen Tagen viel draußen zu bewegen. Zum einen macht es glücklich, bringt den Kreislauf in Schwung und zum anderen ist es sehr gesund.

Was genau Sie schlussendlich machen, bleibt ihnen überlassen. Sie können joggen, Spazieren oder sogar Yoga machen. Wichtig ist, dass Sie es draußen machen.

FAZIT

Wenn Sie unter den sogenannten Winterblues leiden ist das kein Grund zur Sorge. Wie Sie gelesen haben, gibt es einige Tipps, mit denen die unschöne Jahreszeit überstanden werden kann.

Im besten Fall kombinieren Sie alle Tipps miteinander, um so den best möglichsten Effekt zu erhalten und die Winterdepression ein für alle Mal zu verabschieden.

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Foto: © SamDCruz /Shutterstock
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