Die warmen Sonnenstrahlen und das frische Grün an Bäumen und Wiesen laden dazu ein, die Natur neu zu entdecken und aktiv zu werden. Ob alleine, mit Freunden oder der Familie – jetzt ist der perfekte Moment, um das Fahrrad aus dem Keller zu holen und auf Entdeckungstour zu gehen. Deutschland bietet zahlreiche traumhafte Radwanderwege, die nicht nur sportliche Aktivität, sondern auch landschaftlichen Genuss und kulturelle Highlights mitbringen. Diese Radwanderwege sollten in dieser Saison auf deiner Bucket-List stehen:

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Berlin-Usedom-Radfernweg

Die Route zeichnet sich durch separate Radwege, befestigte Feld- und Waldwege sowie kleine Landstraßen aus, wobei nennenswerte Steigungen selten sind. Damit ist die Tour besonders für Anfänger geeignet, die diese über zehn Etappen beziehungsweise Tage verteilen können. Campingfreunde finden entlang des Weges zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten.

Die Reise beginnt im Herzen von Berlin und führt hinaus aus der Großstadt über Wiesen und durch die Wälder Brandenburgs. Inmitten dieser Naturlandschaft lädt der Werbellinsee mit seinen Fährverbindungen, Campingmöglichkeiten und einer Tauchstation zum Zwischenhalt ein. Danach geht es vorbei an den Uckerseen, bis du Prenzlau erreichst – eine von vielen historisch bedeutsamen mittelgroßen Städten entlang der Strecke, die für ihre Kirchtürme, Klöster und die teilweise erhaltene Stadtmauer bekannt ist.

In Pasewalk gibt es einen Kunstgarten mit ephemeren Kunstwerken von deutschen und internationalen Künstlern zu entdecken, anschließend kannst du in Ueckermünde die Fähre über das Stettiner Haff nach Usedom nehmen.

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Fotocredit © stylefoto24 /Shutterstock.com

Du bist auf der Suche nach weiteren Radtouren in Deutschland? Dann solltest du unseren Artikel „Die schönsten Radtouren Deutschlands“ lesen.

Ostseeküsten-Radweg

Diese Route ist von mittlerem Schwierigkeitsgrad und führt größtenteils auf Radwegen neben Landstraßen entlang. Wenn du die 13 Etappen auf ebenso viele Tage verteilst, verbringst du täglich zwischen fünf und neuneinhalb Stunden auf dem Fahrradsattel. Obwohl das Streckenprofil generell flach ist, kommen in den ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns gelegentlich stärkere Steigungen sowie Schotter- und Sandwege vor.

Die sogenannte D-Route 2, ein Radfernweg, der in der ADFC-Radreiseanalyse 2023 den dritten Platz der beliebtesten Radfernwege belegt, verläuft zu einem Großteil entlang der Küste. Bereits zu Beginn der Route bietet Flensburg mit seinen beeindruckenden Sakralgebäuden und dem Porticus, der ältesten Kneipe der Stadt, sehenswerte Highlights.

Grömitz, bekannt für seine Bademöglichkeiten, Flaniermeilen und Yachthäfen, zählt mit seinem Gründungsjahr 1813 zu den ältesten Ostseebädern Deutschlands. In Wismar findest du das Gotische Viertel mit seinen Kaufmannshäusern aus dem 13. Jahrhundert. Ein Muss auf der Route sind zudem die strahlend weißen Kreidefelsen im Jasmund-Nationalpark auf der Insel Rügen.

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Elberadweg

Trotz der geringen Höhenunterschiede und der fast durchgängigen Asphaltierung der Wege empfiehlt sich eine Tagesdistanz von maximal 75 Kilometern. Bei windigem Wetter kommt der Wind meist aus Nordwesten, was viele Radfahrende dazu veranlasst, die Route von der Nordsee in Richtung Tschechien zu befahren.

Der Elberadweg rankt laut der ADFC-Radreiseanalyse 2023 als zweitbeliebteste Fahrradstrecke. Der tschechische Teil dieses vielfältigen Radwegs, der zwei Länder durchquert, endet kurz vor Schöna, woraufhin die Route weiter durch sieben deutsche Bundesländer führt. In Sachsen beeindrucken die majestätischen Felsformationen des Elbsandsteingebirges entlang des Flusses, der durch das barocke Dresden, vorbei an Sehenswürdigkeiten wie der Frauenkirche, dem Zwinger und der Semperoper fließt.

Weinliebhabern empfiehlt sich ein Halt für eine Verkostung am Schloss Wackerbarth, Technik- und Schifffahrtsfans kommen beim Wasserstraßenkreuz in Magdeburg auf ihre Kosten. In Hamburg angekommen, lohnt sich ein Besuch der Elbphilharmonie und des Hafens, bevor es dann weiter entlang des Flusslaufs Richtung Cuxhaven geht, der schließlich in die Nordsee mündet.

Weser-Radweg

Die Route verläuft mit einem sanften Gefälle von insgesamt 123 Höhenmetern. Große Teile der Strecke sind asphaltiert und können auf beiden Seiten des Flusses befahren werden, zum Wechseln der Flussseite können die Fähren genutzt werden. Zudem stehen über 90 Ladestationen für E-Bikes zur Verfügung, die an touristischen Informationszentren, Gaststätten, Sehenswürdigkeiten oder Fähranlegern zu finden sind.

Den ersten Platz der beliebtesten Radfernwege in Deutschland belegt laut der ADFC-Radreiseanalyse 2023 der Weser-Radweg. Die Route startet im Weserbergland sowie dem dazugehörigen Flusstal und führt entlang der Mittelweser durch ausgedehnte, offene Landschaften. Im Norden durchquert sie Deichlandschaften, bevor sie am Wattenmeer endet. Von Süd nach Nord reihen sich bedeutende Sehenswürdigkeiten aneinander: die Barockstadt Bad Karlshafen, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Schloss Corvey und die Porta Westfalica, eine markante Schlucht zwischen dem Weser- und dem Wiehengebirge.

Ein idyllischer Halt bietet sich im Baumpark nahe des Schlosses Erbhof. In Bremen lädt die Hansestadt zur Erkundung der Wallanlagen und des Weserstrandes mit dem Café Sand ein, bevor der Weg in den Nordseeküsten-Radweg übergeht und das Wattenmeer erreicht wird.

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Ruhrtal-Radweg

Die ersten 35 Kilometer der Strecke führen bergab oder auf flachem Terrain. Die Hälfte der Strecke verläuft auf Radwegen fernab der Straßen sowie fast ein Drittel durch Waldwirtschaftswege und verkehrsarme Ortsstraßen. Der Ruhrtal-Radweg verbindet das Sauerland mit der Ruhrmetropole und vermischt unterwegs Industriekultur, Naturerlebnisse und kulturelle Sehenswürdigkeiten.

Der Startpunkt liegt an der Quelle der Ruhr nahe Winterberg und geht in Richtung Arnsberg, wo ein mittelalterlicher Stadtkern mit seinen engen, verwinkelten Gassen und der Ruine des kurfürstlichen Schlosses auf Sie wartet. Für Abwechslung sorgt das Elbschebachtal, wo Wanderpfade durch einen Laubmischwald zu den Höhen der Ruhr führen und überraschende Panoramablicke auf die Umgebung bieten.

Ein markanter Gegensatz dazu ist die Industriearchitektur in Essen, exemplarisch vertreten durch die Zeche Zollverein, die den Wandel von der Industrie zur Kultur symbolisiert. Wer möchte, kann im Ruhrgebiet am Seaside Beach Baldeney einen Kurzurlaub am Sandstrand verbringen.

Mosel-Radweg

Die kurvenreiche Strecke ist überwiegend asphaltiert, vom Autoverkehr getrennt und verläuft ohne nennenswerte Steigungen, wodurch sie auch Freizeitradelnde ohne Schwierigkeiten bewältigen können.Der Radweg, der den Flusslauf der Mosel begleitet, erstreckt sich über Frankreich und Deutschland und bietet zahlreiche Gelegenheiten für Abstecher in die umliegenden Weinorte beiderseits des Flusses.

Am Ausgangspunkt in Perl treffen Deutschland, Frankreich und Luxemburg zusammen. Von hier aus können Sie Weingüter, Weinlagen und die steilsten Weinberge Europas auf Ihrer Tour erkunden. Ein Zeugnis der Antike und ebenfalls einen Besuch wert ist die römische Porta Nigra in Trier. Eine charmante Verknüpfung von Wein und Geschichte bietet Neumagen-Dhron, der älteste Weinort Deutschlands, wo ein nachgebauter römischer Weinkahn auf der Mosel verkehrt. Entlang des Flusses warten Felsformationen, Burgen wie Eltz und Ehrenburg sowie mittelalterliche Städte.

Rheinradweg

Diese Tour ist für Radfahrende jeglicher Kondition und Fähigkeiten geeignet. Die Route ist größtenteils asphaltiert, weitgehend autofrei und verläuft am Mittelrhein teilweise parallel zu den Bahngleisen. Die Rhein-Route, auch bekannt als D-Route 8, beginnt in Schaffhausen in der Schweiz und verläuft zum Teil im deutschsprachigen Raum.

Dort kommst du an den beeindruckenden Rheinfällen vorbei und kannst sogar mit einem Boot zu dem Felsen mitten im Fluss fahren. Weiter nördlich von Breisach führt die Route entlang der Rheinebene mit ihren ruhigen Auenwäldern. Das Mittelrheintal, bekannt für seine märchenhafte Landschaft, ist gesäumt von romantischen Burgen, Ruinen und markanten Felsen wie der Loreley. Weinliebhaber sollten einen Stopp in Rüdesheim, Bacharach oder Eltville einlegen und Zeit für eine Verkostung einplanen. Für einen Tagesausflug bieten sich auf der Strecke Düsseldorf und Köln an, wo vor allem der Dom, die Altstadt und das Museum Ludwig sehenswert sind.

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Liebliches Taubertal

Der Taubertalradweg ist größtenteils asphaltiert und verläuft flach entlang des Flusses. Zwischen Rothenburg und Creglingen sowie zwischen Bronnbach und Wertheim erwarten dich gelegentlich rasante Abfahrten und fordernde Anstiege. Die Taubertal-Route eröffnet eine malerische Kulisse aus Burgen, Schlössern, Klöstern, Kirchen und Weinbergen, welche die Geschichten vergangener Jahrhunderte widerspiegeln.

Rothenburg ob der Tauber, bekannt für seine Stadtmauer und Fachwerkhäuser, ist der Inbegriff eines mittelalterlichen Städtchens. Das Schloss Weikersheim kann unterwegs besichtigt werden und in Bad Mergentheim empfiehlt sich der Kurpark für ein Päuschen. Eine Weinbergsführung im Edelberg von Tauberbischofsheim gibt dir zudem einen Einblick in den Weinbau des Taubertals.

Bodensee-Königssee-Radweg

Da die Tour entlang des Gebirgsrandes führt, weist sie teilweise hügelige und anspruchsvollere Abschnitte auf. Für Radelnde, die konditionell weniger stark sind, empfiehlt sich die Nutzung eines E-Bikes. Die Route schlängelt sich durch neun bayerische Landkreise und gibt stets herrlichen Ausblick auf die Alpen. In Lindau wachen ein bayerischer Löwe und ein Leuchtturm über die Hafeneinfahrt, während das mittelalterliche Füssen als Bayerns höchstgelegene Stadt den idealen Ausgangspunkt für Besuche der Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau bietet.

Plane einen zusätzlichen Tag ein, wenn du am Chiemsee halt machen und diesen umrunden möchtest. Ebenfalls sehenswert sind die Insel Herrenchiemsee mit dem letzten Schloss von Ludwig II. sowie der Königssee, der an die majestätischen norwegischen Fjorde erinnert.

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Main-Radweg

Die Strecke ist größtenteils asphaltiert und verläuft vorrangig auf Radwegen direkt entlang des Mainufers, lediglich in einigen Abschnitten neben Hauptverkehrsstraßen. Dank der geringen Steigungen ist die Strecke besonders familienfreundlich. Der Main entsteht offiziell bei Kulmbach durch das Zusammenfließen von Weißem und Rotem Main. Daher kann die Radtour entweder an der Quelle des Weißen Mains in Bischofsgrün im Fichtelgebirge oder am Ursprung des Roten Mains in Creußen beginnen.

Wählst du den Start in Creußen, führt der Weg an Bayreuth vorbei. Unabhängig von der gewählten Startvariante treffen sich beide Routen in Bamberg, das sich mit seinem Dom und den zahlreichen Brauereigaststätten und Bierkellern für einen Zwischenhalt lohnt. Weiter entlang des Mains, vorbei an den malerischen Mainschleifen und den Weinbergen um Würzburg, wechselt der Fokus von Bier zu Wein, insbesondere im Staatlichen Hofkeller. Ein Abstecher zur Ruine der Karlsburg ist empfehlenswert. Am Ende der Route beeindruckt Frankfurt mit seinem lebendigen Altstadtviertel.

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