Eine aktuelle Gesundheitsstudie zeigt: Viele Menschen in Deutschland sehen Prävention zwar als wichtig an, nutzen Angebote jedoch kaum. Das Potenzial für ein gesünderes Leben bleibt oft ungenutzt.
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Nur 56 Prozent der Menschen in Deutschland bewerten ihren körperlichen Gesundheitszustand als gut oder sehr gut. Gleichzeitig fühlt sich rund ein Drittel auch psychisch nicht vollständig gesund. Das zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der mkk. Besonders auffällig: Obwohl die Mehrheit Prävention als wichtig einstuft, nehmen nur wenige entsprechende Angebote wahr.

Zwar bieten Krankenkassen rund 115.000 qualitätsgeprüfte Präventionskurse. Genutzt werden sie dennoch selten. Nur 10% der Befragten haben in den vergangenen 12 Monaten einen Gesundheitskurs vor Ort besucht und 9% haben einen Online-Kurs oder eine Gesundheits-App ihrer Krankenkasse genutzt.Häufigste Gründe sind fehlende Informationen (32 %) und Zeitmangel (25 %).

Die Befragten wünschen sich mehr individuelle Anreize für präventives Verhalten. Kostenfreie Kurse könnten 42% locken, flexible Zeiten wünschen sich 37% und eine persönliche Betreuung bejahen 20%.

Mehr als zwei Drittel sehen zudem den Staat stärker in der Verantwortung, gesunde Lebensbedingungen zu schaffen. Experten sehen darin ein deutliches Signal für politischen Handlungsbedarf und mehr personalisierte Prävention.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Nur 56 % fühlen sich körperlich gesund
  • Präventionsangebote werden selten genutzt
  • Hauptbarrieren: Zeitmangel & fehlende Infos
  • Wunsch nach individueller, flexibler Vorsorge
  • Staat soll stärker Verantwortung übernehmen

Quelle: mkk – meine krankenkasse, forsa-Umfrage 2026