Mit einem gemeinsamen Schwarzstandard wollen Haglöfs und Polartec überflüssige Farbvarianten reduzieren und Ressourcen schonen.

Schwarz ist die meistgenutzte Farbe in der Outdoor-Bekleidung. Doch kaum jemand weiß: Branchenweit existieren unzählige minimal unterschiedliche Schwarztöne. Allein bei einem von Polartecs meistverkauften Fleeces waren zuletzt bis zu 32 Varianten im Einsatz – optisch nahezu identisch, aber jede mit eigenem Färbeprozess und eigenem Ressourcenverbrauch.

Die schwedische Outdoor-Marke Haglöfs entdeckte das Problem eher zufällig. Beim Sichten von Leftover-Material fiel dem Design-Team auf, wie viele Schwarztöne als Reststoffe anfielen. „Jede Marke hat ihren eigenen Schwarzton – meist mit individuellem Pantone-Code. Das führt dazu, dass minimal unterschiedliche Schwarztöne entstehen – und damit große Mengen an Restmaterial. Das war der Moment, in dem wir das Problem erkannt haben“, sagt Eva Weiss, Head of Design bei Haglöfs.

Gemeinsam mit Polartec entstand daraus Standard Issue Black™ – ein einziger, durchgefärbter Schwarzton, der überflüssige Varianten ablösen soll. Laut Polartec verbraucht jeder Meter Stoff im neuen Verfahren 50 Prozent weniger Wasser und mindestens 20 Prozent weniger Energie als herkömmlich stückgefärbtes Schwarz. Polartec bietet den Standard allen Marken an – die ersten Reaktionen waren positiv.

Mit der limitierten Unisex-Kollektion „Black Capsule“ macht Haglöfs das Problem der unterschiedlichen Schwarztöne nicht nur sichtbar, sondern setzt es stylisch in Szene: Oversized-T-Shirt, Hose, Schal und Beanie aus Polartec-Reststoffen vereinen verschiedene Nuancen in einem Produkt. Kleine Labels zeigen den jeweiligen Farbcode. Ab Herbst/Winter 2026 kommt mit dem Buteo Fleece das erste Produkt im neuen Standard Issue Black™ von Haglöfs.

Die Black Capsule ist auf haglofs.com erhältlich.