Im Nationalpark Kidepo Valley in Uganda gibt es seit neuestem wieder Nashörner, wie der Spiegel berichtet. Zunächst gibt es dort nur zwei, die beiden sollen aber nur den Anfang machen. Die Naturschutzbehörde ist zwar glücklich, Wilderei ist im Land aber dennoch ein beständiges Problem.

Sie galten für 43 Jahre als ausgerottet, jetzt sind sie wieder da. Zum ersten Mal seit den 1908er Jahren gibt es im Kidepo Valley Nationalpark wieder zwei Nashörner. Die Naturschutzbehörde informiert, dass insgesamt acht der Breimaulnashörner in den Park ziehen sollen. Das gilt als großer Erfolg für den Naturschutz in Uganda.
Die Tiere stammen ebenfalls aus Uganda und sollen aus dem Ziwa-Nashornschutzgebiet zurück in ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet 300 Kilometer weiter im Norden gebracht werden. Neben Zäunen und Wasserstellen ist auch ein Überwachungssystem eingerichtet worden und die Nashörner bleiben bis zu ihrer Eingewöhnung in die Umgebung in einem speziellen Schutzgebiet.
Noch vor etwa 50 Jahren waren die Nashörner in Kidepo heimisch, doch Konflikte und Wilderei rotteten sie aus. Inzwischen sind in Uganda wieder 61 Nashörner heimisch. Von den weltweit fünf Nashornarten ist das Breitmaulnashorn als einziges nicht vom Aussterben bedroht. Dennoch wird es als potenziell gefährdet eingestuft, allein im vergangene Jahr wurden in Südafrika 352 Nashörner illegal getötet.
Auch in Uganda bleibt die Wilderei ein großes Problem. Aufgrund der hohen Nachfrage nach traditioneller Medizin und als Statussymbol ist der Handel mit Nashörnern weiterhin profitabel.
Quelle: Spiegel Online














