Wandern mit Hund verbindet Bewegung, Natur und gemeinsame Zeit. Ob durch Wälder, Täler oder über Berge – jede Tour stärkt die Bindung zwischen Mensch und Hund und sorgt für unvergessliche Erlebnisse.

Hund und Frau auf Berg beim Wandern

Wer einen Hund als Haustier besitzt, verbringt ohnehin viel Zeit in der Natur. Doch wer ein echtes Abenteuer mit seinem Vierbeiner sucht, macht seiner Fellnase mit einer ausgiebigen Wandertour besonders Freude. Ob an der Küste entlang, quer übers Land oder hoch hinaus ins Gebirge: erklärt, wie man sich auf eine Wanderung mit Hund vorbereitet und was es zu beachten gilt.

These Paws are made for walking?

Auch wenn der Hund ein kleines Energiebündel und gerne draußen unterwegs ist, eignen sich nicht alle Rassen für weite Wandertouren. Besonders kleine oder kurzbeinige wie Chihuahuas, Möpse, Corgis oder Dackel können und sollten aufgrund ihres Körperbaus keine langen Strecken zurücklegen. Für sie empfehlen sich kürzere, weniger anspruchsvolle Touren.

Aktive und größere Hunderassen mit einer mittleren bis hohen Schulterhöhe, wie Weimaraner, Huskies, Labradore oder Schäferhunde haben bessere Voraussetzungen für längere und anspruchsvollere Bergtouren. Ihre Kondition und ihr Körperbau machen sie für Wanderfreunde zu idealen Begleitern.

Kondition und Fitness

Ob sich dein Hund für eine weitere Wanderung eignet, kann man an seinem allgemeinen Gemüts- und Fitnesszustand im alltäglichen Leben ungefähr abschätzen. Einen fitten und ausdauernden Hund erkennt man nicht erst beim Wandern.

Bereiten den Vierbeiner jedoch auf eine lange Wandertour vor. Starte mit ausgiebigen Spaziergängen in deiner Umgebung und steigere schrittweise die Distanz. Wichtig ist, den Hund nicht zu überfordern – achte auf die Temperaturen, besonderes Augenmerk ist bei Hitze geboten: Sorge für genügend Pausen sowie ausreichend Wasser!

Safety first

Idealerweise warte zudem, bis der Hund ausgewachsen ist, um ihn auf seine erste große Wanderung mitzunehmen. Welpen und Junghunde können durch die stärkere Belastung beim Wandern Schaden an Knochen und Gelenken nehmen. Bei älteren Hunden sollte man auf die individuelle Fitness und mögliche gesundheitliche Einschränkungen wie Arthrose achten und dann lieber auf weite Touren verzichten.

Wie lange der Vierbeiner laufen kann, ist sehr individuell. Für einen fitten, ausgewachsenen Hund sind 15 Kilometer in der Regel gut zu schaffen. Für trainierte Hunde, die regelmäßig weitere Strecken zurücklegen, sind 30 bis 50 Kilometer am Tag drin. Allerdings sollte dabei bedacht werden, dass ein freilaufender Hund bis zu sechs Mal so viel Strecke zurücklegt wie sein Frauchen oder Herrchen.

Da in vielen Gebieten Leinenpflicht herrscht, sollte der Hund an das Gehen an der Leine gewöhnt sein und diverse Grundkommandos kennen, damit der Rückruf klappt. Wichtig ist ein zuverlässiges Kommando für Stopp oder das Warten, damit die Fellnase nicht einfach weiterläuft und sich in Gefahr bringt, wenn sie sich zu nah an eine Klippe wagt oder entgegenkommenden Wanderern nähert. Idealweise hat der Hund gelernt, hinter di zu laufen, besonders bei engen und gefährlichen Stellen. Hier sollten Kommandos wie Spur oder Hinten gelernt und geübt sein.

Wandern im Naturschutzgebiet

In Deutschland ist das Anleinen von Hunden in Naturschutzgebieten verpflichtend. Sowohl Wanderer als auch ihre Vierbeiner sollten ausschließlich auf den ausgewiesenen Wegen bleiben. Zudem ist es unerlässlich, die Hinterlassenschaften der Hunde aufzusammeln und zu entsorgen.

Der Grund dafür liegt unter anderem in der Existenz bestimmter Pflanzenarten wie der Heide, die einen nährstoffarmen Boden bevorzugen und durch Nährstoffeintrag aus Hundekot beeinträchtigt werden können.

Darüber hinaus dient das Entfernen von Hundekot der Vermeidung von Krankheitsübertragungen. Da in Naturschutzgebieten häufig keine Abfallbehälter vorhanden sind, empfiehlt es sich, auf Wanderungen durch diese Gebiete eine Tasche mitzuführen, in der der Kotbeutel bis zum nächsten geeigneten Entsorgungsort aufbewahrt werden kann.

Kleine Wander-Packliste für den Hund

  • Wasser
  • Trockenfutter und Leckerlis
  • Mikrofaserhandtuch
  • Notfallset mit Desinfektionsmittel ohne Alkohol, Wundreinigungstücher, desinfizierende Wundsalbe, Kohle-, Reise- und Elektrolyttabletten, Pinzette, kleine abgerundete Schere, Zeckenzange, selbsthaftender Verband, Wundauflage, Wattepads, Druckverband
  • Pfotenschuhe zum Schutz vor Verletzungen durch spitze Steine
  • Kotbeutel aus recyceltem Plastik
  • Trinknapf
  • Leine, Geschirr und Halsband
  • Maulkorb: in den meisten Bergbahnen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es eine Maulkorbpflicht
  • Hunderegenmantel

Noch mehr Inspiration für einen nachhaltigen Lebensstil

gibt‘s im green Lifestyle Magazin

im Abo, am Kiosk oder als eMag bei United Kiosk und Readly!

Außerdem immer informiert bleiben mit dem kostenlosen green Lifestyle Newsletter!

gibt‘s im green Lifestyle Magazin

im Abo, am Kiosk oder als eMag bei United Kiosk und Readly!

Außerdem immer informiert bleiben mit dem kostenlosen green Lifestyle Newsletter!