Eine basenreiche Ernährung kann dazu beitragen, die Ernährungsgewohnheiten zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden langfristig zu fördern. Doch was bedeutet eine basische Ernährung genau? Welche Lebensmittel gelten als basenreich und welche Vorteile werden ihr zugeschrieben? Der folgende Artikel gibt einen Überblick über die basenreiche Ernährung, ihre potenziellen Vorteile, geeignete Lebensmittel und praktische Möglichkeiten zur Integration in den Alltag.

Was ist eine basische Ernährung?
Seit mehr als 100 Jahren gibt es immer wieder Ernährungsforscher, die sich mit unserer Nahrung in Bezug auf ihre Säure- und Basenwirkung beschäftigen und zu dem Schluss kommen, dass eine basenreiche Kost gesundheitlich vorteilhaft sein soll. Dass Obst und Gemüse gesund sind, wird kaum angezweifelt.
Ob es eine Auswirkung auf den Säure-Basen-Haushalt hat, wird jedoch nach wie vor zu wenig erforscht, sodass kaum eine wissenschaftlich fundierte Aussage darüber getroffen werden kann. In der Alternativmedizin hingegen spielt der Säure-Basen-Haushalt eine wichtige Rolle.
Die Theorie: Er erfüllt im Organismus lebenswichtige Funktionen, ist auf die Zufuhr von Vitalstoffen angewiesen, kann durch vielfältige Regulierungsmöglichkeiten zwar die ein oder andere Sünde ausgleichen, ist jedoch mit der typischen Ernährung in den westlichen Industrieländern überfordert.
Eine Umstellung auf eine basischere Ernährung soll sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken. Das Ziel ist also, überwiegend Lebensmittel zu verzehren, die unser Körper basisch verstoffwechseln kann. Bei der basischen Ernährungsweise, die der schwedische Chemiker Ragnar Berg zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt hat, sollen rund fünfmal mehr Basenbildner als Säurebildner verzehrt werden, um einen Basenüberschuss zu erreichen.
Basen- und Säurebildner
Welche Lebensmittel wirken basisch, welche sauer? Laut Sabine Wacker, die zu den führenden deutschen Experten zu diesem Thema gehört, lässt sich unsere Nahrung wie folgt aufteilen:
Basische Lebensmittel:
Gemüse und Salate:
- Fast alle Sorten
- Kartoffeln, Süßkartoffeln
- frische und getrocknete Kräuter
- Keimlinge und Pilze
Obst & Nüsse
- Alle Obstsorten
- ungeschwefeltes Trockenobst
- Macadamia, Mandeln, Zedernnüsse, Pistazie, Para- und Walnüsse
Neutrale Lebensmittel:
Öle
- Alle kaltgepressten Öle
- aus Olive, Walnuss oder Kürbiskern
Gute Säurebildner:
Getreide & Hülsenfrüchte
- Produkte aus Vollkorngetreide
- Vollkornreis
- Nudeln
- Brot
- Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Lupinen und Sojabohnen
Schlechte Säurebildner
Tierisches Eiweiß
- Alle Produkte aus tierischem Eiweiß
- Fisch
- Fleisch
- Käse
- Milchprodukte
- Eier
Getränke & Süßes
- Alkohol
- Limonade
- Kaffee
- Kuchen und Torten aus Weißmehl
- süße Teilchen, Eis und Bonbons
Der perfekte Einstieg
Für den Einstieg in eine basenreiche Ernährung bietet sich eine sieben- bis 14-tägige Basenfastenkur an. Sabine Wacker hat 1997 das Basenfasten entwickelt. Sie hat seitdem zahlreiche Bücher dazu veröffentlicht und informiert außerdem auf basenfasten.de ausführlich über alles Wissenswerte rund ums Thema.
Im Gegensatz zum klassischen Fasten darf beim Basenfasten gegessen werden – in Maßen und selbstverständlich basenreich. Dennoch handelt es sich um eine sehr sanfte Form des Fastens, bei der kaum mit Krisen zu rechnen ist. Energielosigkeit, Kopfschmerz, Schwindel und der große Hunger bleiben aus. Stattdessen bleibt man leistungsfähig und vital, während der Körper entsäuert werden soll.
So funktioniert’s:
- Alles, was verzehrt wird, sollte hundertprozentig basisch sein. Erlaubte Lebensmittel sind hauptsächlich Obst, Gemüse, Kräuter, Keimlinge und einige Nüsse sowie hochwertige Öle. Durch den völligen Verzicht auf Säurebildner werden die im Körper abgelagerten Säuren mobilisiert und ausgeschwemmt.
- Entscheidend für den Erfolg: Säurebildende Lebensmittel sind während des Basenfastens komplett tabu. Säurebildner sind unter anderem Fleisch und Wurstwaren, Fisch, Milchprodukte, Weißmehl- und Vollkornprodukte, Teigwaren, Reis, Eier, Kaffee, Süßigkeiten und Alkohol.
- Täglich sollten 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit aufgenommen werden, um Lymphe und Nieren durchzuspülen und die unerwünschten Stoffe aus dem Körper abzutransportieren. Kaffee, Espresso, Limonaden und alkoholische Getränke sind allerdings verboten. Stattdessen gibt es reines Quellwasser und stark verdünnten Kräutertee.
Wie geht es nach dem Basenfasten weiter?
Beim Basenfasten gibt es kein klassisches Fastenbrechen. Auch nach der Fastenphase gilt: Obst und Gemüse sollten einen möglichst großen Anteil unserer täglichen Nahrung einnehmen. Im Idealfall gibt es Obst zum Frühstück, mittags einen Salat und schonend gegartes Gemüse am Abend.
Wer dauerhaft auf ein ausgeglichenes Säure-Basen-Verhältnis achten möchte, sollte 80 Prozent Basenbildner und 20 Prozent Säurebildner verzehren. Dabei sind gute Säurebildner wie Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte zu bevorzugen, aber auch tierisches Eiweiß, Kaffee und Alkohol sind hin und wieder erlaubt. Wichtig für eine gesunde Ernährung ist außerdem die Vielfalt der Lebensmittel, die auf den Teller kommen.

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