Weihnachten steht kurz vor der Tür und Bagger, Puppen oder Stofftieren füllen die Wunschzettel. Kinder warten gespannt auf ihre Geschenke und wollen voller Vorfreude ihr neues Spielzeug auspacken. Doch gerade jetzt warnt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie vor Schadstoffen und hormonaktiven Substanzen in Spielwaren. Besonders betroffen sind dabei Spielzeuge aus Kunststoff, Babyartikel, Schaumstoffwaren, Decken oder andere Textilien. Auch ältere Produkte aus zweiter Hand stellen eine Gefahrenquelle dar, weil sie teils nicht mehr den EU-Auflagen für Spielwaren entsprechen.

schadstoffe in spielwaren

Belastungsquelle Geschenke

Der Geschenkekauf stellt Eltern und Verwandte vor eine neue Herausforderung beim Beschenken ihrer Liebsten – gerade zur Weihnachtszeit, wo die Wünsche groß und die Warenkörbe voll sind. Im Alltag sind bereits einige Belastungsquellen für den Hormonhaushalt von Kindern vorhanden und zu Weihnachten kommen durch die große Menge an neuen Spielwaren, meist aus Kunststoff, weitere Einflussfaktoren hinzu.

Risiko für kleine Kinder

Besonders kleine Kinder, die Spielzeug oft in den Mund nehmen, sind gefährdet. Bei ihnen sind Haut- und Schleimhautbarrieren noch nicht vollständig ausgereift und Schadstoffe können bereits in kleinen Mengen die körpereigenen Hormonsignale stören und haben deswegen Auswirkungen auf Prozesse wie Wachstum, Stoffwechsel, Entwicklung und Fruchtbarkeit.

Zu den Endokrinen Disruptoren (EDC), wie die Schadstoffe heißen, zählen Phthalate, Bisphenole, bromierte Flammschutzmittel, PFAS, Schwermetalle oder Pestizid-Rückstände. Sie sind vor allem in Kunststoffen, Lacken, Beschichtungen oder Textilien zu finden, aber wiederholt auch in Kinderspielzeugen.

Forschung ruft nach Handlungsbedarf

Aufgrund der alarmierenden Lage fordert Seniorprofessor Dr. rer. nat. Josef Köhrle vom Institut für Experimentelle Endokrinologie deshalb politische Maßnahmen und genauso strenge Richtlinien wie für krebserregende oder erbgutschädigende Stoffe, sodass belastetes Kinderspielzeug nicht mehr in den Handel kommen darf. Außerdem erklärt er, dass die einzige langfristige Lösung strenge Kontrollen und Vorgaben ist, um Kinder effizient vor diesen Schadstoffen zu schützen.

Schadstoffe in Spielwaren: So schenkst du richtig

Um Eltern jetzt schon beim Kauf von Geschenken zu unterstützen, gibt der DGE Tipps und Empfehlungen, um mögliche Gefahren zu vermeiden. Zum einen sollten hochwertige und geprüfte Produkte ausgewählt werden. Auch eine kritische Auseinandersetzung mit No-Name Produkten und Produkten aus großen Online-Shops ist sinnvoll, um bewusste und nachhaltige Kaufentscheidungen zu treffen.

Als Orientierungshilfe können auch europäische und nationale Rückrufdatenbanken dienen, um bestimmte Produkte direkt ausschließen zu können. Grundsätzlich sollten aber alle neue Spielsachen einmal ausgelüftet und, wenn möglich, einmal gewaschen werden. Damit die Weihnachtszeit auch weiterhin Freude bereitet, lassen sich mit den genannten Tipps und Vorsichtsmaßnahmen einfache Strategien entwickeln, um einen Überblick über das große Angebot an Spielwaren zu behalten und mögliche Risikofaktoren auszuschließen. So kannst du deine liebsten sorgenfrei verwöhnen – mit Geschenken, die Freude bereiten, ohne die Gesundheit zu gefährden.

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