Ostern ganz bewusst und ökologisch verbringen. Geht das überhaupt? Obwohl die Tage zwischen Karfreitag und Ostermontag für viele ein wahres Konsum-Fest sind, ist es durchaus möglich, Ostern nachhaltig zu feiern. Wir geben Tipps.

Ostern markiert das Ende der Fastenzeit, weshalb viele die Feiertage traditionell mit alten Bräuchen und gutem Essen zelebrieren. Doch es muss nicht immer der konventionelle, in Alufolie verpackte Schoko-Osterhase im Osternest oder das Osterlamm auf dem Teller sein! Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ostern mit natürlicher DIY-Deko, fairen Schokohasen und biologischem Essen nachhaltig feiern und die Umwelt schonen können.

Eier von glücklichen Hühnern

Ostern ohne Eier ist für viele Menschen wie Weihnachten ohne Tannenbaum. Wenn Sie an Ostern nicht auf Eier verzichten möchten, sollten Sie diese am besten aus ökologischer Erzeugung beziehen. Die Ziffern auf den Eiern helfen Ihnen dabei zu erkennen, woher und aus welcher Haltung die Hühner stammen. So steht die Ziffer 0 für Eier aus ökologischer Erzeugung (Bioeier), 1 für Freilandhaltung (Freilandeier), 2 für Bodenhaltung und 3 für Kleingruppenhaltung (Käfigeier). Diese sollten Sie in jedem Fall meiden! Wir empfehlen, Bio- oder Freilandeier aus der Region zu kaufen.

Doch neben der nicht artgerechten Haltung von Hühnern in Legebatterien spielen auch die problematischen Umweltauswirkungen von Eierfabriken eine große Rolle. Die Massentierhaltung belastet die Atmosphäre mit klimaschädlichen Methanemissionen und verschmutzt das Grundwasser. Das hat zur Folge, dass nicht nur die Tiere und die Umwelt unter dieser Art der Eierproduktion leiden, denn Antibiotika im Hühnerfutter oder Salmonellen in Batterie-Eiern können auch die Gesundheit der Konsumenten gefährden. Treffen Sie daher beim Eierkauf eine bewusste Entscheidung gegen die Käfighaltung und für Bioprodukte oder verzichten Sie der Tiere und der Umwelt zuliebe sogar ganz auf Eier zu Ostern.

Glückliche Hühner sind Freilandhühner; Foto © guvo59 via pixabay.com

Natürlich Eier färben

Eine alte Tradition zur Vorbereitung auf das Osterfest ist in vielen Familien das Eierfärben. Statt der synthetischen Färbemittel aus dem Supermarkt lassen sich aus Zutaten, die man häufig bereits in der Küche hat, natürliche Farben herstellen. Zwiebelschalen, Spinat, Kurkuma und Co. sind dabei nicht nur umweltschonender, sondern auch gesünder als herkömmliche Chemiefarben aus dem Handel. Und nach dem Oster-Brunch kann man die natürlich gefärbten Eierschalen dann ohne Bedenken weiterverwerten und sie beispielsweise als Dünger für den Garten verwenden.

Ostereier im Sud färben – so geht’s:

Utensilien

  • hartgekochte oder ausgeblasene Eier

  • ca. 3 Tassen der Zutat, mit der Sie färben wollen

  • einen Topf

  • Löffel oder Schöpfkelle

  • ein Paar Handschuhe

Zutaten zum Färben

  • Gelb: Kurkuma und Kamilleblüten

  • Orange: Zwiebelschalen oder Karotten

  • Rot und Pink: Rote Beete

  • Blau und Violett: Heidelbeeren, Fliederbeeren oder Rotkohlblätter

  • Grün: Spinat oder Brennnesseln

  • Braun: Schwarzer Tee, Kaffee oder Zwiebelschalen

Ostereier lassen sich mit natürlichen Zutaten kunterbunt färben; Foto © Yulia Furman via shutterstock.com

Anleitung

  1. Die natürliche(n) Zutat(en) in einem Liter Wasser zu einem Sud aufkochen lassen und diese darin eine Viertelstunde ziehen lassen.
  2. Nach 15 Minuten die Färbezutaten aus dem Sud sieben und im Biomüll oder auf dem Komposthaufen entsorgen.
  3. Nun die Eier in den Sud legen. Wie lange Sie die Eier darin ziehen lassen, hängt davon ab, wie intensiv das Farbergebnis sein soll. Auch je nachdem, ob braune oder weiße Eier verwendet wurden, kann das Resultat variieren. Eier, die frisch hart gekocht wurden und noch warm sind, nehmen die Farben meist am besten an. Alternativ können Sie die Eier über Nacht im Topf liegen und ziehen lassen.

Je nachdem, wie lange Sie das Ei im Sud ziehen lassen, intensiviert sich seine Farbe; Foto © Nelli Syrotynska via shutterstock.com

Plastikfreies Osternest

Statt jedes Jahr ein neues Osternest aus Plastik oder Papier zu kaufen, kann man ebenso schöne Alternativen aus Filz, Bast oder Weidenästen gestalten. Als weiche Unterlage im Nest dient echtes Heu oder grüne Wolle, die immer wieder verwendet werden kann. Wer es frisch und natürlich mag, kann selbst Ostergras säen: Dazu Weizen-, Gersten- oder Dinkelkörner einweichen, auf torffreier Erde in einem Pflanzgefäß verteilen, gut befeuchten und an einem hellen Plätzchen ein paar Tage wachsen lassen. Regelmäßiges Befeuchten nicht vergessen! Bei Zimmertemperatur und indirektem Sonnenlicht wächst das Gras am besten. Pünktlich zu Ostern ist das DIY-Osterkörbchen fertig.

Nachhaltiges Ostermenü

Nach der Fastenzeit freuen sich viele auf die unzähligen Köstlichkeiten zum Osterfest. Nachhaltig lässt es sich mit regionalen, saisonalen, biologischen sowie vegetarischen oder veganen Gerichten speisen. Beispielsweise finden Sie auf www.slowlyveggie.de viele kreative Ideen für ein vegetarisches Ostermenü.

Wer beim Osteressen nicht auf Fleisch verzichten mag, sollte in jedem Fall hinterfragen, woher und aus welcher Haltung das Fleisch stammt. Prinzipiell sollte das traditionelle Osterlamm bestenfalls von einem lokalen Schäfer kommen, der ökologisch produziert. Das Haltungsformsiegel gibt Aufschluss darüber, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden. Verschiedene Märkte wie Aldi, Edeka, Penny und Rewe führen Produkte mit der Kennzeichnung der Haltungsform.

Schneidebrett von oben, auf dem Gemüse kleingeschnitten wird

Kochen ohne Fleisch ist nicht nur besser für Umwelt und Gesundheit. Vegetarische Rezepte zeigen außerdem, wie vielseitig und lecker Gemüse ist, wenn es nicht nur als Beilage zum Fleisch serviert wird. Mehr lesen …

Nachhaltig Naschen

Ob Schokohase oder Fondantküken – Süßigkeiten gehören an Ostern einfach dazu. Dennoch steht viel zu oft die Kakaoproduktion mit Umweltzerstörung und sozialer Ausbeutung in Zusammenhang. Damit vor allem die Kinder ihre süßen Nester trotzdem suchen können, raten wir zu nachhaltig produzierten Süßigkeiten und Fairtrade-Schokolade. Zudem gibt es mittlerweile eine große Auswahl an vegetarischer und veganer Schokolade und Fruchtgummis. Wer dann noch darauf achtet, dass die Leckerei nicht in unnötig viel Verpackungsmaterial gewickelt ist, tut der Umwelt gleich doppelt Gutes.

DIY-Osterdeko

Wer ohnehin gerne kreativ ist oder sich eine einzigartige Osterdekoration wünscht, kann diese einfach selbst basteln. Gebrauchte und kaputte Gegenstände können zudem zu hübschen Körben, Nestern, Hasen und Kränzen upgecycelt werden. Auf Pinterest beispielsweise gibt es viele tolle DIY-Ideen und Anleitungen für nachhaltige Osterdeko.

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Fazit: Ostern nachhaltig feiern ist gut für Klima und Umwelt

Wer sich an Ostern auf das Wesentliche konzentrieren und der Natur etwas Gutes tun möchte, kann die Feiertage beispielsweise mit bewusstem und reduziertem Konsum von Eiern und Fleisch aus ökologischer Erzeugung, Osterhasen aus Fairtrade-Schokolade und der Gestaltung von DIY-Osterdeko verbringen.

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