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Die besten Tipps für den grünen Frühjahrsputz

Natürlich lieben wir es sauber – aber bitte ohne Chemiekeule! Zum Glück geht Putzen auch nachhaltig. Hier kommen die Dos und Don’ts für den grünen Haushalt.

Text Sabina Rahman

Jedes Jahr fließen hunderttausende Tonnen Putz- und Waschmittel in die deutschen Abwasserrohre – und teilweise auch in unsere Gewässer. Da lohnt es sich, unsere Haushaltshelfer mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen …

Öko oder nicht: Was macht bei Putz- und Waschmitteln den Unterschied?

Aggressive petrochemische Tenside, synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe, keimabtötende Biozide, Phosphonate, Schaumverstärker, optische Aufheller … Die Liste der potenziell schädlichen oder problematischen Inhaltsstoffe, die sich in vielen herkömmlichen Reinigern und Waschmitteln finden, ist lang. Haushaltshelfer aus dem Bioladen verzichten in den meisten Fällen darauf und setzen stattdessen hauptsächlich auf Rohstoffe auf pflanzlicher und mineralischer Basis sowie biologisch abbaubare Tenside. Eine einheitliche gesetzliche Regelung, was ein Öko- oder Bio-Reinigungsmittel ausmacht, gibt es aber nicht.

Es braucht nicht viel, um die eigenen vier Wände blitzeblank zu halten. Wie das Umweltbundesamt auf seiner Webseite rät, reichen ein Allzweckreiniger, eine Scheuermilch, ein saurer Reiniger auf Zitronensäure-Basis und ein Handspülmittel  zur Reinigung des gesamten Haushalts. Dafür muss sich niemand also in Unkosten stürzen. Einige Putzmittel kann man sogar ganz einfach selber machen.

Ja, bitte! Diese Putzmittel braucht man für einen nachhaltigen Haushalt:

Das Buchcover von „DIY-Putzmittel“ von Tatiana Warchola • Freya Verlag • 7,90 Euro (D) zeigt die Autorin sowie eimem bunt gestalteteten Hintergrund und Putzutensilien.

Tipps für einen nachhaltig sauberen Haushalt: DIY-Putzmittel von Tatiana Warchola • Freya Verlag • 7,90 Euro (D)

Die besten Putzmittel aus dem Vorratsschrank:

  • Essig: Mit Wasser vermischt ist er universell einsetzbar als Entkalker für Kaffeemaschine & Co., zum Reinigen von Armaturen, zum Wischen unempfindlicher Böden sowie als Glasreiniger.
  • Zitronensaft: Er lässt sich zum Lösen von Kalkablagerungen, zum Schrubben von Badezimmerfugen sowie zum Reinigen von Schneidbrettern einsetzen.
  • Natron: Mit etwas Wasser zu einer zähen Paste verrührt, reinigt es Armaturen in Küche und Bad, eignet sich zum Polieren von Tafelsilber und Silberschmuck sowie zum Ausbürsten von Teppichen. Zur Reinigung von Abflüssen zuerst etwas Pulver hineingeben und anschließend mit Wasser nachspülen.
  • Olivenöl: Gut wirksam und wohlriechend als natürliche Holzpolitur.

Nein, danke! Diese Umweltsünder unter den Putzmitteln verbannen wir sofort:

Desinfektionsmittel:
Biozide sind Gift für die Umwelt – und in einem gesunden Privathaushalt normalerweise so notwendig wie ein Düsenjet. Zusätzlich können sie Allergien und Antibiotika-Resistenzen fördern.

Chemische Abflussreiniger:
Bitte keine Chemiekeule verwenden, die direkt in das Abwasser wandert! Bei einem verstopften Abfluss hilft meist ohnehin nur die mechanische Reinigung. Leichten Ablagerungen kann man mit Natron zu Leibe rücken.

WC-Duftsteine:
Auch sie belasten das Abwasser stark, haben aber keine nennenswerte hygienische Wirkung.

Backofensprays:
Diese können giftige Dämpfe entwickeln und auch die Rückstände gelten als gesundheitsschädlich. Besser: Das Backrohr mit einer Paste aus Backpulver und Wasser bestreichen und einige Stunden einwirken lassen.

Papierhandtücher und Einweg-Materialien:
Sie verursachen unnötigen Müll und sollten daher vermieden werden. Wiederverwendbare mechanische Haushalts-Tools wie Mikrofasertücher, Bürsten oder das gute alte Kehrblech sind dagegen gern gesehene Helfer für den grünen Hausputz.

Raumsprays:
Sie überdecken schlechte Gerüche, statt sie zu beseitigen, können die Atemwege reizen und zu Allergien führen. Spraydosen sind zudem nicht wiederverwertbar. Lieber einfach kurz durchlüften, das ist gesünder.

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Foto: © TaraPatta / Shutterstock.com

Quellen: www.umweltbundesamt.de, www.oekotest.de, www.forum-waschen.de
2019-03-12T15:16:43+01:0020. März, 2018|

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