Biolebensmittel sind in deutschen Supermärkten längst fester Bestandteil des Sortiments. Viele wollen nun auch ihre Haustiere ökologisch-nachhaltig ernähren. Was du in Sachen Biotierfutter beachten solltest, erfährst du hier.

Für die meisten Haustierbesitzerinnen und -besitzer ist die eigene Fellnase ein vollwertiges Fa­milienmitglied. Naheliegend, dass der Vierbeiner gut gepflegt und nur mit dem Besten versorgt werden soll. Doch obwohl viele Konsumenten für den Eigenbedarf schon seit Längerem mit Vorliebe Bioprodukte kaufen, ist das Füttern von Haustieren mit Bioprodukten noch Neuland für zahlreiche Hunde- und Katzenfreunde.

Hund und Banane

Gesund und bio geht auch für dein Haustier! Foto © Alex Gruber via unsplash.com

Bio? Logisch!

Massentierhaltung, Antibiotika und gentech­nisch veränderte Lebensmittel sind nur drei Gründe, warum Menschen vermehrt Produkte aus ökologisch kontrolliertem Anbau kaufen. Doch auch bei Tiernahrung kann es wertvoll sein, auf eine ökologisch-nachhaltige Produktion zu achten. Zum einen, um dem Haustier eine gesunde, pestizidfreie und gentechnisch unver­änderte Nahrung zu bieten und zum anderen, um einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Schließlich benötigt beispielsweise ein erwachsener, größerer Hund wie ein Schä­ferhund, Labrador oder Rottweiler mit einem Körpergewicht von rund 30 bis 40 Kilogramm laut Seitz-Futterrechner circa 500 bis 700 Gramm Fleisch pro Tag – das sind zwischen 182 und 256 Kilogramm pro Jahr!

Bei Biotierfutter auf Siegel achten

Immer mehr Hersteller von Biotierfutter ha­ben sich daher in den vergangenen Jahren auf eine ökologische Futterproduktion spezialisiert. Sogar viele etablierte Hersteller erweitern ihre Produktpalette zunehmend um Biotiernahrung. Damit diese ihr Hundefutter jedoch mit dem staatlichen Biosiegel kennzeichnen dürfen, müssen sie nach der EG-Öko-Verordnung be­stimmte Kriterien erfüllen, die anschließend von ausgewiesenen Kontrollstellen überprüft werden.

Biotierfutter ist gut für Tier und Umwelt. Foto © Alvan Nee / Kabo / Victor Grabarczyk via unsplash.com

Das europäische Biosiegel ist für diese Produkte sogar verpflichtend. Es bezieht sich auf die Inhaltsstoffe, ihre Herstellung und Ver­arbeitung: So müssen mindestens 95 Prozent der Inhaltsstoffe aus ökologischem Anbau kommen. Die restlichen fünf Prozent beziehen sich auf Inhaltsstoffe, die nicht in Bioqualität erhältlich sind.

Für Getreide und andere pflanz­liche Bestandteile im Biohunde- oder Biokat­zenfutter bedeutet das, dass bei ihrem Anbau zum Beispiel keine chemischen Kunstdünger und Pestizide zum Einsatz kommen. Das ver­arbeitete Fleisch sowie im Futter enthaltene Milchprodukte und Eier stammen von Tieren aus Biobetrieben. Hier sind die Haltungsbe­dingungen an strengere Auflagen geknüpft als in der konventionellen Tierhaltung. Tiere, deren Produkte für Biotiernahrung verarbeitet werden, dürfen außerdem keine vorbeugenden Antibiotika oder wachstumsfördernde Substan­zen erhalten. Gentechnik ist für pflanzliche wie tierische Inhaltsstoffe ebenfalls verboten.

Biotierfutter gibt es zum Beispiel hier:

  • Knabberspaß und andere Produkte für Hunde und Katzen gibt’s bei Yarah.

  • Nassfutter für Hunde und Katzen hat Defu im Sortiment. Hier gibt es außerdem Futter für Hühner in Bioqualität.

  • Charity Food von Strayz: Für jedes Päckchen, dass du für dein Tier kaufst, kaufst du auch eine Mahlzeit für eine Straßenkatze oder einen Straßenhund.

  • Für Hunde: Pasteten und andere Snacks für deinen Hund findest du bei Dog’s Love.

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