Sie spielen mit dem Gedanken, sich eine neue Einbauküche anzuschaffen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie alternativ Ihre alte Küche nachhaltig renovieren können.

Eine alte Küche trifft oft nicht mehr den zeitgenössischen Stil oder passt nicht mehr zum Rest der Wohnung, weil diese über die Jahre renoviert und verändert wurde. Wenn dann noch die Elektrogeräte die besten Zeiten hinter sich haben oder der Fliesenspiegel nicht mehr zu reinigen ist, kommt für viele nur die radikale Maßnahme infrage: Die alte Küche muss raus und notfalls durch ein billiges Baumarktangebot ersetzt werden. Aber ist das wirklich in jedem Fall sinnvoll? Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten und Wege, wie Sie Ihre Küche nachhaltig renovieren können.

Wie renoviert man eine alte Küche nachhaltig? Foto © Switlana Sonyashna via shutterstock.com

Was ist eine nachhaltige Küche?

Nachhaltigkeit kann vieles bedeuten. Dieser Begriff steht vor allem für ein fair gehandeltes, langlebiges, hochwertiges, umweltfreundliches und / oder ressourcenschonendes Produkt. Wackelige Fronten, rostende Scharniere, nicht tragfähige Regale, ein starker chemischer Geruch und eine insgesamt unangenehme Haptik können jedoch ein Hinweis darauf sein, dass die Küche möglichst billig und keinesfalls nachhaltig produziert wurde. Die Anschaffung einer komplett neuen Küche kann zudem sehr umweltbelastend sein, da die alte Küche restlos entsorgt wird und dadurch viel Müll entsteht. Wenn Sie Ihre Küche stattdessen renovieren, können Sie das umgehen oder zumindest entschärfen. Häufig müssen nur einige Teile ausgetauscht werden.

Um als nachhaltig zu gelten, sollte die Küche einen Großteil folgender Kriterien erfüllen:

  • regional produziert aus einheimischen Materialien

  • hochfunktional, belastbar und zuverlässig

  • energiesparend

  • emissionsfrei

  • bestehend aus natürlichen, fair gehandelten, recycelten oder nachhaltig zertifizierten Rohstoffen, Materialien sowie Lacken und Farben

Bei der Auswahl der Materialien können Sie sich auf einheimische Hölzer und Natursteine konzentrieren. Das spart lange Transportwege, unterstützt die einheimische Produktionswirtschaft und schließt zweifelhafte Methoden bei Abbau und Holzgewinnung aus. Ganz abgesehen davon: Deutschland hat Hölzer zu bieten, die sich im internationalen Vergleich nicht verstecken müssen. Praktische Vorteile wie Oberflächen mit Lotuseffekt, Küchenschränke mit LED-Innenbeleuchtung oder gedämpfte Schubladen runden eine hochwertige Küche ab.

Ein Markenkühlschrank ohne umweltschädliche Treibmittel, aber mit modernster Kühltechnik ist kein Vergleich mehr zu den Energiefressern von früher. Der Austausch des Kühlschranks ist meistens wesentlich günstiger als angenommen. Allein die Energieersparnis gleicht die Investition in ein nachhaltiges Neugerät binnen weniger Jahre aus.

Billig produzierte Küchen bieten häufig nicht nur eine schwache Performance, sie sind auch oft von unangenehmen, chemischen Gerüchen begleitet, die von Holzschutzmitteln, minderwertigen Lacken oder zweifelhaften Schmierstoffen kommen. Besonders bei allzu preisgünstigen Küchen kann von diesen Gerüchen eine echte Gesundheitsgefahr ausgehen. Bei einer nachhaltigen Küche passiert das nicht.

Renovieren statt neu kaufen

Immer mehr Menschen bemühen sich darum, ein nachhaltiges Leben zu führen. Dieses Vorhaben lässt sich auch in der eigenen Wohnung gut umsetzen. Besonders dann, wenn die Küche komplett ausgetauscht werden soll. Im Fall einer älteren, aber hochwertigen Einbauküche ist das die pure Verschwendung – und damit alles andere als nachhaltig. Es gibt heute zahlreiche Spezialisten, die eine Küche nachhaltig renovieren. Dabei wird nur getauscht, was erforderlich ist. Die Grundsubstanz bleibt, sofern sie noch verwendbar ist, unangetastet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Was wie ein brandneuer Kochplatz scheint, ist in Wirklichkeit eine ressourcenschonend und zeitsparend renovierte Küche, die trotzdem keine Wünsche offenlässt.

Was passiert beim nachhaltigen Renovieren?

Eine Küche nachhaltig zu renovieren bedeutet, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Das heißt in diesem Fall den Austausch folgender Komponenten:

  • Arbeitsplatte

  • Fronten

  • Griffe

  • Nischenverkleidung

  • Armaturen

  • Spülbecken

  • Elektrogeräte

Durch den Austausch verschiedener Komponente kann aus einer alten Küche ein nachhaltiger Ort zum Wohlfühlen werden. Foto © Elha Service direkt

Arbeitsplatten aus Naturstein für die Ewigkeit

Die Arbeitsplatte wird in einer intensiv genutzten Küche besonders stark beansprucht. Das geht nicht spurlos an den früher üblichen Pressspanplatten vorüber. Deshalb wird diese heutzutage durch eine Marmor-, Granit- oder Terrazzoplatte ersetzt. Diese Natursteine überzeugen durch eine harte, stets hygienisch einwandfreie Oberfläche. Zwar können sie bei intensiver Benutzung mit der Zeit verkratzen, doch im Gegensatz zur Spanplatte lässt sich eine Natursteintafel aber immer wieder auspolieren.

Der Küche ein neues Gesicht geben

Die Fronten mit den Griffen sind das Gesicht der Küche. Werden diese ausgetauscht, entsteht sofort der Eindruck, als stände man an einem nagelneuen Kochplatz. Der technische Fortschritt ist an diesen einfachen Bauteilen nicht vorbeigegangen. Heute gibt es Küchenfronten mit Lotuseffekt und versenkbaren Griffen. Schmutz hat an diesen keine Chance mehr und die Griffe fügen sich teils unsichtbar in das Design ein.

Hygienische Nischenverkleidung – unbeschwertes Kochen

Die Nischenverkleidung (oder „Spritzschutz“) ist die große, abwaschbare Fläche hinter dem Herd und dem Spülbecken. Er wurde früher aus praktischen Gründen aus Fliesen hergestellt. Diese lassen sich zwar gut reinigen, die Fugen jedoch nicht. So gut der Ansatz mit dem Fliesenspiegel gemeint war, irgendwann ist er möglicherweise nicht mehr schön anzusehen. Deshalb werden diese beim Umbau auf die nachhaltige Küche ausgetauscht. Hier haben Sie eine große Auswahl. Steinplatten aus unterschiedlichen Materialien eignen sich für diesen Zweck ebenso gut wie Edelstahl. Dieser hat zudem aseptische Eigenschaften, was im hygienisch anspruchsvollen Umfeld einer Küche besonders vorteilhaft ist.

Designerspülbecken und Multifunktionsarmaturen

Armaturen und Spülbecken von heute haben mehr zu bieten als die einfachen Wasserhähne von früher. Es gibt Hähne, die wahlweise kochend heißes oder eiskaltes und zudem sprudelndes Wasser anbieten, was den Kauf von kohlensäurehaltigem Wasser aus der Plastikflasche erspart.

Moderne Elektrogeräte können mehr

Herd, Mikrowelle, Backofen und andere Kleingeräte bieten viele Möglichkeiten, um die Küchenrenovierung nachhaltig zu gestalten. Wie beim Kühlschrank sollte der erste Blick auf die Energieeffizienz und die Markenqualität fallen. Zwar sind selbst sehr günstige Elektroherde oder Spülmaschinen heute mit A++ Label verfügbar, allerdings verfehlt es etwas den Nachhaltigkeitsgedanken, wenn diese nach drei Jahren schon wieder ausgetauscht werden müssen. Achten Sie daher auch auf die Qualität und Langlebigkeit des Geräts.

Beim Umgestalten zu einer nachhaltigen Küche sollte Sie den Zweck der einzelnen Küchengeräte in jedem Fall hinterfragen. Muss es ein riesiger Fünfplatten-Herd sein, mit dem sich ein ganzes Restaurant bewirtschaften lässt? Die heute verfügbaren Küchenmaschinen von Vorwerk, Bosch oder Kenwood sind so leistungsstark, dass sie den großen Herd häufig überflüssig machen. Sie leisten das Gleiche zu einem Bruchteil der Energie und des Platzbedarfs. Bei Sandwichmakern, Brötchenbackofen, Mixern und Stabmixern, Kaffee- und Getreidemühlen, Popcorn-Automaten oder elektrischen Fondue- oder Raclette-Geräten sollten Sie allerdings genau überlegen, ob Sie diese benötigen. Ein moderner Kontaktgrill kann beispielsweise nicht nur punktgenau Fleisch zubereiten. Er eignet sich auch als Waffeleisen oder besagter Sandwichmaker. Die Aufgabe eines Brötchenbackofens kann auch der normale Backofen übernehmen. Der geringe Mehrverbrauch rechtfertigt bei gelegentlichem Einsatz zu diesem Zweck nicht die Anschaffung eines separaten Elektrogeräts. Mix- und Mahlaufgaben erledigen die modernen Küchenmaschinen besser, als es die Stand Alone-Elektrogeräte können. Und alle anderen Haushaltsgeräte, die Sie nur alle paar Jahre mal herauskramen, sollten Sie verschenken oder verkaufen. So etwas lässt sich bei Bedarf ausleihen.

Bei der Spülmaschine gibt es im Punkt Nachhaltigkeit hartnäckige Vorurteile. Kann es sein, dass das große, stromfressende Gerät nachhaltiger ist als das Spülen von Hand? Durchaus! Eine moderne Spülmaschine braucht wesentlich weniger Wasser und Energie als das Handspülen. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Spülmaschine immer voll beladen ist und im optimalen Programm wie dem Eco-Modus läuft. Viele moderne Spülmaschinen haben zudem eine Sensorfunktion, die Dauer und Wasserverbrauch dem Beladezustand anpasst. Im Ergebnis schlagen hochwertige Spülmaschinen die Handspüle haushoch.

Wer führt die Küchenrenovierung nachhaltig durch?

Viele Anbieter haben die Wichtigkeit der Nachhaltigkeit von Küchen erkannt und bieten entsprechende Dienstleistungen an. Dabei werden sowohl kleinere Aufträge, wie der Austausch einer Arbeitsplatte, als auch größere Projekte wie die komplette Renovierung durchgeführt. Im Raum München bietet beispielsweise das Unternehmen es-kuechen.de eine nachhaltige Veränderung Ihrer Küche an.

Fazit: Eine nachhaltig renovierte Küche bringt viele Vorteile

Sie sehen, es muss nicht immer der gesamte Kochbereich entkernt und durch eine neue Küche ersetzt werden. Mit gezielten, sinnvollen Maßnahmen erreichen Sie das gleiche Ziel zu einem Bruchteil des Preises. Wichtig bei der Wahl des Dienstleisters ist die qualitativ hochwertige Ausführung und die lokale Nähe. Wollen Sie ihre Küche in München nachhaltig renovieren, ist es alles andere als sinnvoll, dafür ein Unternehmen aus Köln kommen zu lassen.

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