Dass wir unseren CO₂-Verbrauch reduzieren müssen, um das Klima zu schützen, ist mittlerweile klar. Doch es ist gar nicht so einfach, CO einzusparen, wenn man nicht weiß, wie viel man überhaupt produziert. Die Größe des ökologischen Fußabdrucks kann mithilfe eines CO₂-Rechners für jeden genau bestimmt werden.

Text Sarah Langer

Jeder einzelne Mensch kann etwas gegen die Klimakrise tun, auch, wenn es eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Anfangen müssen wir – und zwar jetzt, um die Ziele im Pariser Klimaabkommen zu erreichen – und das am besten vor dem geplanten Jahr 2050. Pro Kopf wird jährlich eine Menge CO₂ ausgeschieden. Diese gilt es, zu reduzieren.

There is no Planet B!; Foto © unsplash

Deutsche Ökobilanz muss dringend besser werden

In Deutschland ist der Pro-Kopf-Ausstoß von CO₂ sehr hoch, er liegt bei 11,6 Tonnen. Damit liegt er nicht nur weit über dem Weltdurchschnitt, sondern überschreitet auch den europäischen Durchschnitt von acht bis neun Tonnen pro Jahr. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Der Verbrauch in Deutschland ist sehr abhängig von der Verbrennung von Kohle, Öl und Erdgas. Fleischkonsum spielt aber eine ebenso große Rolle bei den hohen Zahlen. Dr. Michael Bilharz vom Umweltbundesamt (UBA) sagt in einem Interview, dass man nicht zwingend bei sich selbst anfangen müsse. Es wäre auch ein guter Anfang, Klimaprojekte zu unterstützen, sich beim finanziellen Aufbau von erneuerbaren Energien zu beteiligen und somit seinen Ausstoß in gewissem Maße zu kompensieren.

Umsteigen auf nachhaltige Stromanbieter geht so einfach; Foto © unsplash

CO₂-Einsparung im Alltag

Doch auch im Alltag lässt sich eine Menge CO₂ vermeiden oder zumindest einsparen und sollte von jedem – wenigstens in einigen Punkten – umgesetzt werden. Beim Strom hilft ein Umstieg auf Ökostrom, ansonsten der Tausch von Auto gegen Fahrrad für Kurzstrecken, der Konsum von vegetarischen oder besser noch veganen Lebensmitteln und Bioprodukten, die Unterstützung ökologischer Betriebe und vor allem der größtmögliche Verzicht auf das Flugzeug. All diese Dinge lassen sich sehr einfach in den Alltag integrieren, ohne dass sie einen großen Nachteil mit sich bringen.

Errechnen des eigenen CO₂-Verbrauchs

Eines der größten Probleme des eigenen CO₂-Verbrauchs ist wohl, dass er nicht greifbar für uns ist. Noch merken wir keine bis wenige direkte Auswirkungen auf uns und unseren Alltag. Auch wenn die Flutkatastrophe im Sommer 2021 ein großes Warnsignal sein sollte, reicht es für viele Menschen noch nicht aus, sie zum Umdenken zu motivieren. Der CO₂-Rechner des Umweltbundesamts könnte hierbei eine Hilfe sein. In einem Online-Schnell-Check lässt sich durch ein paar einfache Fragen herausfinden, wie viele Tonnen CO₂ man selbst täglich zu verantworten hat. Die Zahlen sollen dem UBA helfen, weitere Statistiken zu dem Thema zu erreichen und wichtige Daten zu sammeln. Die Nutzung des Rechners ist anonym, kostenlos und dauert in etwa zehn bis 20 Minuten. Im letzten Jahr startete dazu eine Online-Kampagne #ZieheBilanz, die viele Menschen animieren sollte, ihre Informationen für die wissenschaftlichen Studien bereitzustellen.

Jeder Mensch kann seinen ökologischen Fußabdruck verringern; Foto ©unsplash

#ZieheBilanz

Vielleicht hilft es in einigen Fällen, Zahlen schwarz auf Weiß zu sehen und somit ein weiteres Umdenken anzustoßen. Selbst wenn viel Handeln direkt aus der Politik der verschiedenen Länder kommen muss, um wirklich große Mengen einsparen zu können – wie beispielsweise aus der Kohlekraft auszusteigen und auf erneuerbare Energien zu setzen –, so können dennoch alle ihren Teil dazu beitragen, die Welt ein bisschen sauberer und gesünder zu machen. Die Erde wird es uns danken – denn es gibt nun mal nur diese eine Chance.

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