Immer mehr Reisende möchten im Urlaub Rücksicht auf Natur und Umgebung nehmen. Mit kleinen Veränderungen in der Reiseplanung und dem bewussten Konsum vor Ort können wir alle unseren Beitrag leisten. Jetzt erfährst du, worauf du dabei achten kannst und wie du gleichzeitig unvergessliche Urlaubserlebnisse genießen kannst.

Beliebte Reiseziele in Deutschland und Umgebung
Ein naturnaher Urlaub in Deutschland und Umgebung erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Reisende möchten die Schönheit der Regionen nicht nur sehen, sondern auch aktiv in der Natur unterwegs sein. Ein Beispiel für ein beliebtes Reiseziel ist die Ostsee. Hier können Urlauber nicht nur das Meer und den Strand genießen, sondern auch in einem der Hotels der Region übernachten. Auch regionale Produkte stehen hier hoch im Kurs: Viele Gastgeber arbeiten eng mit lokalen Bauern und Produzenten zusammen, um ihren Gästen frische Speisen aus der Region anzubieten.
Auch das Elbsandsteingebirge in Sachsen lockt mit einer Vielzahl von Unterkünften. Ob gemütliche Ferienwohnungen oder charmante Bed and Breakfasts: Hier finden Gäste eine breite Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Die Region bietet zudem Fahrradverleihe und gut ausgebaute Wanderwege, mit denen Besucher die Natur aktiv erkunden können.

Darauf solltest du bei der Wahl der Unterkunft achten
Wenn du bei der Wahl deiner Unterkunft auf konkrete Umweltmaßnahmen achten möchtest, gibt es ein paar wesentliche Dinge, die du beachten solltest.
Zuerst einmal solltest du nach Unterkünften suchen, die anerkannte Umweltzertifikate vorweisen können. Solche Zertifikate kommen von Organisationen wie Green Key oder dem EU Ecolabel und garantieren, dass das Hotel oder die Herberge bestimme Standards im Hinblick auf Umweltfreundlichkeit und erfüllt. Diese beinhalten oft Energie- und Wasserersparnismaßnahmen, Abfallreduzierungsprogramme und die Verwendung umweltfreundlicher Reinigungsmittel.
Tipp
Die Labels gelten in der ganzen DACH-Region. Wenn du zum Beispiel ein Hotel in Österreich suchst, solltest du auch auf diese Labels achten.
Aber ein Zertifikat ist nur der Anfang. Es lohnt sich, genauer hinzuschauen, was die Unterkunft im Alltagsbetrieb konkret umsetzt. Setzen sie auf erneuerbare Energien? Das kann von Solarpaneelen auf dem Dach bis zur Nutzung von Geothermie für die Heizung reichen. Viele Unterkünfte bieten darüber hinaus Programme zur Wassereinsparung an, wie beispielsweise Regenwasseraufbereitung oder den Einsatz von wassersparenden Duschköpfen und Armaturen.
Ebenfalls wichtig ist die Abfallwirtschaft. Achte darauf, ob eine Unterkunft Wert auf Mülltrennung legt, vielleicht sogar einen für organische Abfälle führt und Einwegprodukte durch nachfüllbare oder wiederverwendbare Optionen ersetzt.
Wertvolle Tipps für deinen Urlaub auf der ganzen Welt
Viele Aspekte unseres Urlaubs nehmen wir als gegeben hin, ohne uns der Auswirkungen auf die Umwelt bewusst zu sein. Es sind jedoch gerade die kleinen Entscheidungen und Gewohnheiten, die – summiert über tausende Touristen – eine erhebliche Belastung für unser Ökosystem darstellen können. Hier sind einige Tipps, wie du deinen Urlaub bewusst planen und trotzdem genießen kannst.
1. Flugemissionen gezielt reduzieren: Ein Flug von Berlin nach New York und zurück erzeugt etwa 1,6 bis 2 Tonnen CO₂ pro Passagier. Durch die Wahl einer Airline, die in moderne und effiziente Flugzeuge investiert, kann diese Zahl um bis zu 20 Prozent reduziert werden. Zusätzlich bietet die Buchung von direkten Flügen – im Gegensatz zu solchen mit Zwischenstopps – die Möglichkeit, Emissionen weiter zu verringern. Atmosfair bietet sogar einen CO₂-Rechner an.
2. Wasserfußabdruck im Hotel: Ein Durchschnittshotel verbraucht etwa 300 Liter Wasser pro Übernachtung pro Gast. Indem du eine Unterkunft wählst, die Regenwassersammlung und wassersparende Vorrichtungen verwendet, kannst du deinen persönlichen Verbrauch um bis zu 100 Liter pro Tag reduzieren.
3. Lokaler Bio-Lebensmittelkonsum: Durch das Essen von lokal bezogenen Bio-Lebensmitteln kann der CO₂ -Fußabdruck deiner Mahlzeiten erheblich verringert werden. Transporte von Lebensmitteln über lange Distanzen tragen erheblich zur CO₂ -Bilanz bei. Ein Beispiel: Ein Kilo importierter Äpfel kann bis zu einem halben Kilo CO₂ verursachen, abhängig von der Transportart und -distanz. Wenn du wissen möchtest, welches Obst und Gemüse Saison hat, schau mal in diesen Saisonkalender.
4. Teilnahme an Öko-Aktivitäten: Unterstütze Aktivitäten und Ausflüge, die umweltfreundlich sind. So bringt jede Stunde Segeln statt eines motorgetriebenen Bootausflugs eine Einsparung von durchschnittlich zwei Kilo CO₂, je nach Größe und Motor des Bootes.
5. Handtuch- und Wäscheprogramme nutzen: Einige Hotels bieten Programme an, in denen du auf täglich frische Handtücher und Bettwäsche verzichten kannst, was bis zu 37 Liter Wasser und 0,2 Kilowattstunden Energie pro Tag spart.
6. Eco-Friendly Souvenirs: Anstatt Massenprodukte zu kaufen, wähle handgefertigte Souvenirs von lokalen Handwerkern. Die Unterstützung lokaler Künstler stärkt nicht nur die Gemeinschaft, sondern vermeidet auch die CO₂ -Emissionen, die durch die Massenproduktion und den globalen Versand entstehen.
7. Nachhaltige Fortbewegung vor Ort: Nutze bevorzugt Fahrräder oder gehe zu Fuß. Beim Fahrradverleih kann der lokale wirtschaftliche Nutzen zwischen fünf und zehn Euro pro Stunde liegen, während keine direkten CO₂ -Emissionen erzeugt werden.
8. Nutzung von in Unterkünften: Prüfe, ob deine Unterkunft mit Ökostrom betrieben wird. Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß von Strom aus fossilen Brennstoffen beträgt etwa 500g pro Kilowattstunde, während Ökostrom aus erneuerbaren Quellen kommt und einen deutlich geringeren Fußabdruck hat.











