Wenn es der Platz hergibt, sollte ein ökologisches Holzhaus in keiner grünen Freiluftoase fehlen. Hier finden nicht nur Gartenmöbel und -utensilien Platz, es ist auch ein gemütlicher Rückzugsort für Mensch und Tier. So bauen Sie es besonders umweltschonend …

Gartenhäuser haben viele Vorteile. Einerseits bieten sie Platz für alle möglichen Utensilien und Geräte, die im Garten benötigt werden, wie Rasenmäher, Schaufeln und Harken sowie größere Spielgeräte wie ein Trampolin oder Sandkästen. Auf der anderen Seite kann ein Gartenhaus ein gemütlicher Rückzugsort sein, an dem man lesen, Spiele spielen und Gespräche führen kann. Sowohl im Sommer als auch im Winter lassen sich hier gemütliche Abende geschützt vor Regen oder Kälte verbringen. Und bei Familienfeiern können Gäste hier ebenfalls untergebracht werden.
Ein Gartenhaus lässt sich auf verschiedenste Art errichten, gestalten und nutzen – doch dabei sollten Sie in jedem Fall beachten, die Umwelt nicht zu belasten. Das gelingt mit einer nachhaltigen Bauweise.

Ein ökologisches Holzhaus fügt sich wunderbar in seine natürliche Umgebung ein; Foto © Brinja Schmidt via shutterstock.com

Warum ist Nachhaltigkeit bei Holzhäusern so wichtig?

Gartenhäuser stellen im Garten einen echten Hingucker dar. Ein Gartenhaus aus Holz ist etwas ganz Besonderes und fügt sich perfekt in die natürliche Umgebung ein. Allerdings sollte die Nachhaltigkeit im Fokus stehen. Da das Klima und die Umwelt ohnehin aufgrund des hohen Konsums der Gesellschaft stark belastet und gefährdet sind, sollte die Herstellung der Materialien für ein Holzhaus nicht noch zusätzlich ins Gewicht fallen. Denn auch die Waldrodung ist ein Problem, gegen das man ankämpfen muss. Um Holzmöbel und andere Dinge herzustellen, werden häufig innerhalb kürzester Zeit riesige Waldgebiete abgeholzt. Dabei sind Bäume und Wälder wichtig für Mensch, Tier und Klima. Wälder stellen den Lebensraum für unzählige Arten dar. Zudem helfen Bäume dabei, den CO₂-Gehalt in der Luft zu reduzieren und so gegen die Erderwärmung anzugehen.

Umweltschonende und natürliche Materialien als Grundlage

Statt Metall- oder Kunststoff, bietet sich als nachhaltige Grundlage für ein ökologisches Gartenhaus Holz an. Hierbei sollten Sie jedoch auf die Herkunft des Holzes achten: Tropenhölzer dürfen nicht zum Einsatz kommen, da diese Baumarten meist einen weiten Transportweg hinter sich haben und teilweise ernsthaft bedroht sind. Unbedenkliche und damit nachhaltige, ökologische sowie gesunde Holzarten besitzen keinen exotischen Ursprung, sind chemikalienfrei und stellen während ihrer gesamten Nutzungsdauer keine Belastung für Mensch und Umwelt dar. Empfehlenswert sind heimische oder gar regionale Holzarten, die ein hohes Vorkommen zu verzeichnen haben, wie Kiefer, Douglasie und Fichte aus europäischen Wäldern.

Achten Sie vor allem darauf, dass es sich bei dem Holz um FSC®-zertifiziertes Holz handelt, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Die Non-Profit-Organisation Forest Stewardship Council, die dieses Siegel vergibt, hat sich die Sicherung einer umweltfreundlichen und ökologischen Waldnutzung als Ziel gesetzt. Vergleichbar ist dieser Kontrollprozess mit Biolebensmitteln: Ebenso wie Bioware bestimmte Kriterien erfüllen muss, gilt dies auch für ökologische Holzarten, aus denen beispielsweise Mobiliar oder das Gartenhäuschen gefertigt wird.

Damit ein Hersteller ein FSC®-Zertifikat erhält, muss er folgende Richtlinien beachten und einhalten:

  • kurze Transportwege

  • ökonomisches sowie soziales Denken und Handeln

  • umweltfreundliche Produktion

  • keine Belastung oder Bedrohung von Lebensräumen

  • verantwortungsvolles Handeln

  • unkomplizierte Lagerprozesse

So wird das ökologische Holzhaus noch nachhaltiger

Um Ihr Gartenhäuschen noch grüner zu gestalten, können Sie neben der Auswahl ökologischer Hölzer sowohl innen als auch außen weitere Maßnahmen ergreifen. Sorgen Sie für eine umweltschonende Wasserversorgung, indem Sie Regenwasser auffangen und es anschließend aufbereiten. Zudem sollte die Ausstattung des Gartenhauses ökologisch sein. Setzen Sie auf eine natürliche und effiziente Dämmung aus Holzwolle, Mineralwolle oder Hanffasern sowie eine umweltfreundliche Dachbegrünung. Möbel aus FSC®-zertifiziertem Holz sowie die Verwendung von umweltfreundlichen Farben und Lacken, die pflanzenbasiert sind und umweltfreundlich hergestellt werden, verleihen Ihrem ökologischen Holzhaus das gewisse Etwas. LED-Lampen besitzen eine lange Lebensdauer, sind sparsam und damit eine effiziente sowie energiesparende Beleuchtung. Solarpaneele auf dem Dach versorgen Ihr Gartenhaus mit nachhaltigem Strom.

Fazit: Mit nachhaltigen Materialien gelingt ein ökologisches Holzhaus

Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, ein ökologisches Holzhaus für Ihren Garten zu bauen, sollten Sie in jedem Fall nachhaltig produziertes Holz verwenden. Das FSC®-Siegel zertifiziert Holz, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Außerdem können Sie bei der Einrichtung sowie Wasser- und Stromversorgung Ihren CO₂-Fußabdruck so gering wie möglich halten, wenn Sie auf eine ressourcenschonende sowie energiesparende Umsetzung achten.

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