Regelschmerzen beeinträchtigen das Wohlbefinden und den Alltag vieler Frauen Monat für Monat aufs Neue. Während für manche herkömmliche Medikamente die erste Wahl zur Symptomlinderung sind, bieten zahlreiche Hausmittel Hilfe auf natürliche Weise. Wir verraten Omas Hausmittel gegen Regelschmerzen.

Es ist wieder diese Zeit im Monat – für viele Frauen ein wahrer Albtraum: Die Periode hat begonnen. Und mit ihr die allmonatlichen Regelschmerzen. Diese können so intensiv sein, dass sie den Alltag der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Doch bevor der erste Griff zu herkömmlichen Schmerzmitteln und Co. geht, lohnt sich ein Blick auf bewährte Hausmittel, die schon bei Oma zur Anwendung kamen. Vor allem Mönchspfeffer hat sich unter den natürlichen Heilmitteln bei PMS (Prämenstruelles Syndrom) und Zyklusbeschwerden bewährt. Dieser soll nicht nur die monatlichen Beschwerden lindern, sondern auch das hormonelle Gleichgewicht wieder in Balance bringen.

In diesem Beitrag stellen wir dir Omas Hausmittel gegen Regelschmerzen vor und erklären speziell die Wirksamkeit von Mönchspfeffer zur Linderung von zyklusbedingten Beschwerden.

Omas Hausmittel gegen Regelschmerzen können vielen Frauen bei zyklusbedingten Beschwerden natürlich helfen, Foto (c) Keronn-art via shutterstock.com
Omas Hausmittel gegen Regelschmerzen können vielen Frauen bei zyklusbedingten Beschwerden natürlich helfen, Foto (c) Keronn-art via shutterstock.com

Was sind Regelschmerzen und wie treten sie auf?

Die Muskeln der Gebärmutter ziehen sich während der Menstruation in unregelmäßigen Abständen zusammen und entspannen sich wieder. Hierbei löst sich die oberste Schleimhautschicht von der Gebärmutterwand und das mit Blut vermischte Gewebe fließt durch den Muttermund und die Scheide ab. Manche Frauen bemerken diesen Prozess nicht oder verspüren nur ein leichtes Ziehen, bei einigen jedoch löst es schmerzhafte Krämpfe aus. Medizinisch unterscheidet man zwei Arten von Regelschmerzen: primäre und sekundäre.

Primäre Regelschmerzen

Primäre Regelschmerzen werden allein durch das Zusammenziehen der Gebärmutter ausgelöst. Dabei spielen hormonähnliche Botenstoffe eine wichtige Rolle, die Prostaglandine. Sie bewirken, dass sich die Gebärmuttermuskulatur zusammenzieht, um die Schleimhaut abzustoßen. Vermutlich produziert der Körper bei primären Regelschmerzen zu viel davon oder reagiert besonders empfindlich darauf. Primäre Regelschmerzen sind bei Frauen unter 30 Jahren und Frauen mit starken Regelblutungen häufiger. Eine familiäre Veranlagung und auch Stress können ebenfalls eine Rolle spielen.

Sekundäre Regelschmerzen

Sekundäre Regelschmerzen werden oft durch gutartige Geschwulste der Gebärmutter wie Myome oder Polypen verursacht. Starke Schmerzen können auch auf eine Endometriose hinweisen. Dann befindet sich auch außerhalb der Gebärmutter Gebärmutterschleimhaut im Bauchraum. Manchmal werden sekundäre Regelschmerzen auch durch eine Kupferspirale zur Empfängnisverhütung ausgelöst.

Omas Hausmittel gegen Regelschmerzen

Wer auf chemische Schmerzmittel und Co. verzichten möchte, kann sich Hausmittel zu Hilfe ziehen, die Beschwerden natürlich lindern können. Mit diesen Tipps wirkst du Schmerzen und Unwohlsein entgegen:

Wärme

Eine der einfachsten, aber effektivsten Methoden zur Linderung von Regelschmerzen ist der Einsatz von Wärme. Eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen auf dem Unterbauch kann die Muskeln entspannen und die Durchblutung fördern, was zu einer spürbaren Schmerzlinderung führt.

Kräutertees

Kräutertees sind seit Jahrhunderten ein bewährtes Hausmittel gegen Regelschmerzen. Kamille, Ingwer und Pfefferminze sind besonders beliebt, da sie entzündungshemmende Eigenschaften haben und zur Entspannung beitragen können.

Ausreichend Wasser trinken

Eine großzügige Wasserzufuhr ist während der Menstruation besonders wichtig. Mindestens zwei bis drei Liter Wasser am Tag können deinem Körper dabei helfen, zu entgiften und Blähungen zu reduzieren, die zu den Schmerzen beitragen.

Yoga und leichte Bewegung

Obwohl es kontraintuitiv erscheinen mag und du dich vielleicht lieber mit einer Decke und Wärmflasche auf der Couch einkuscheln möchtest, kann leichte Bewegung wie Yoga oder Spazierengehen tatsächlich helfen, Regelschmerzen zu lindern. Denn diese entstehen vorwiegend dadurch, dass sich die Gebärmuttermuskulatur verkrampft und folglich schlechter durchblutet wird. Mediziner sprechen von einem sogenannten Ischämieschmerz – also einem, der durch eine Minderdurchblutung bedingt wird. Leichter Sport und sanfte Bewegung regen die Durchblutung im ganzen Körper an und führen zu einer Entspannung der Muskulatur. Zudem werden durch Sport Glückshormone freigesetzt, die hormonelle Stimmungsschwankungen ausbalancieren können.

Mönchspfeffer: Ein natürliches Heilmittel

Mönchspfeffer, auch bekannt als Vitex agnus-castus, ist ein Kraut, das seit Jahrhunderten in der natürlichen Heilkunde verwendet wird, um eine Vielzahl von weiblichen Gesundheitsproblemen zu behandeln, einschließlich Regelschmerzen. Aber was ist Mönchspfeffer genau, und wie wirkt er?

Mönchspfeffer kann als Hausmittel gegen Regelschmerzen helfen, Foto (c) lemacpro via shutterstock.com
Mönchspfeffer kann als Hausmittel gegen Regelschmerzen helfen, Foto (c) lemacpro via shutterstock.com

Was ist Mönchspfeffer?

Der Mönchspfeffer, auch als Vitex agnus-castus bekannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Lippenblütler und hat eine lange Geschichte in der Naturheilkunde. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet wird er seit Jahrhunderten für seine heilenden Eigenschaften geschätzt. Die Früchte des Mönchspfeffers sind von besonderem Interesse, da sie wichtige bioaktive Verbindungen enthalten, die sich als wirksam bei der Linderung von Frauenleiden, einschließlich Regelschmerzen, erwiesen haben.

Wirkung von Mönchspfeffer

Die Wirkung des Mönchspfeffers beruht auf seiner Fähigkeit, in das endokrine System einzugreifen und die Produktion von Progesteron zu beeinflussen. Progesteron ist ein Hormon, das eine Schlüsselrolle im weiblichen Fortpflanzungssystem spielt und während des Menstruationszyklus in unterschiedlichen Mengen produziert wird. Ein Ungleichgewicht dieses Hormons kann zu einer Reihe von Beschwerden führen, darunter auch Regelschmerzen.

Mönchspfeffer hilft, dieses hormonelle Ungleichgewicht auszugleichen, indem es die Produktion von Progesteron fördert. Dadurch kann die Intensität der Menstruationsbeschwerden reduziert werden. Außerdem wirkt Mönchspfeffer entzündungshemmend und krampflösend, was dazu beitragen kann, die Schmerzen während der Periode zu lindern.

Anwendung von Mönchspfeffer

Mönchspfeffer ist in verschiedenen Formen erhältlich, darunter in Tablettenform, als Kapseln und Tinkturen. Die empfohlene Dosierung kann je nach Produkt variieren. Vor der Anwendung von Mönchspfeffer als Hausmittel gegen Regelschmerzen ist es ratsam, einen Arzt oder eine Ärztin zu konsultieren, insbesondere wenn bereits hormonelle Medikamente eingenommen werden.

Die Einnahme erfolgt in der Regel täglich über einen längeren Zeitraum, vorzugsweise mehrere Monate, um die volle Wirkung zu entfalten. Einige Frauen bemerken bereits nach kurzer Zeit eine Besserung, während bei anderen die Wirkung erst nach mehreren Menstruationszyklen spürbar wird.

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