Mineralstoffe, Vitamine und Proteine: Wir sind auf die Nuss gekommen und zeigen, mit welchen Nüssen du gesund snacken kannst.

Mehr als 500 auf jeden Fall, oft mehr als 600 und manchmal sogar bis zu 700 pro 100 Gramm: Der Kaloriengehalt von Nüssen lässt so manche erschaudern. Dass er so hoch ist, liegt am vielen Fett, das in den Früchten steckt. Laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) ist das aber erst mal nicht bedenklich, denn Nüsse sind vor allem reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die positive Eigenschaften haben. Beispielsweise sollen sie das Herz schützen.

Mit Nüssen gesund snacken? Geht! Foto © SNeG17 via shutterstock.com
Mit Nüssen gesund snacken? Geht! Foto © SNeG17 via shutterstock.com

Darüber hinaus liefern Nüsse Ballaststoffe, Mineralstoffe, Vitamine – vorwiegend B und E – sowie pflanzliches Protein. Das BZfE sieht die Früchte daher als sinnvolle Ergänzung des Speiseplans. Allerdings in Maßen: Das Zentrum empfiehlt eine Handvoll pro Tag.

Was zählt eigentlich alles als Nuss?

Nicht alles, was in dieser Hand landet, ist – zumindest, wenn man es mit der botanischen Definition genau nimmt – eine Nuss. Diese Bezeichnung dürfen nämlich eigentlich nur Früchte tragen, die von einer holzartigen Fruchtwand umgeben sind. Von der Hand in den Mund wandert dann der – zuvor in der Schale eingeschlossene und geschützte – Samen der Frucht. Wer sich nicht sicher ist, kann auch von Schalenfrüchten sprechen. Darunter fallen echte Nüsse ebenso wie jene, welche die Kriterien nicht erfüllen.

Tipp: Der Schütteltest verrät schon vor dem Öffnen, ob die Nuss frisch ist: Lautes Klackern deutet darauf hin, dass der Samen bereits eingetrocknet ist.

Erdnüsse

… wachsen in Hülsen unter der Erde. Deshalb sind sie streng genommen Hülsenfrüchte. Ihr typisches Aroma entsteht erst mit dem Rösten. Davor schmecken sie mehlig und bitter. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südamerika. Heute wird sie vorwiegend in China, Indien, den USA, Nigeria und Indonesien angebaut.

Mit Erdnüssen gesund snacken. Foto © Igor Sirbu via shutterstock.com
Mit Erdnüssen gesund snacken. Foto © Igor Sirbu via shutterstock.com

Macadamianüsse

… sind Spitzenreiter in Sachen Fettgehalt. Ungeschält ähneln die Früchte mit ihrer dicken, dunkelbraunen Schale Kastanien. Allerdings ist die Hülle so hart, dass sie mit Maschinen geknackt werden muss.

Macadamianüsse; Foto © Aedka Studio via shutterstock.com
Macadamianüsse; Foto © Aedka Studio via shutterstock.com

Cashewnüsse

… zeichnet ein milder, fast buttriger Geschmack aus. Der Cashewbaum, auch Nierenbaum genannt, wächst in Brasilien und trägt Äpfel, die an Paprika erinnern. An deren Ende bilden sich Samen aus, die wir als Cashewnüsse kennen.

Cashewnüsse; Foto © Elena M. Tarasova via shutterstock.com
Cashewnüsse; Foto © Elena M. Tarasova via shutterstock.com

Paranüsse

… stammen, anders als viele andere Nüsse, nicht von Plantagen. Stattdessen wachsen die Bäume wild im brasilianischen und bolivianischen Regenwald. Weil sie nur von wenigen Bienenarten bestäubt werden können, ist ein kultivierter Anbau bisher nicht möglich.

Paranüsse; Foto © Igors Rusakovs via shutterstock.com
Paranüsse; Foto © Igors Rusakovs via shutterstock.com
Nussmilch, Milchalternative; Foto © Goskova Tatiana via shutterstock.com

Veganer Käse aus Nüssen, Nussmilch, Joghurt und noch mehr: Aus Cashews, Macadamias und anderen Nüssen lässt sich allerhand zubereiten. Leckere Rezepte und mehr von Spontan vegan-Köchin Estella Schweizer gibt es hier.

Haselnüsse

… werden zwar vorwiegend aus der Türkei importiert, die Sträucher gehören aber zu den wenigen Nussgewächsen, die auch in Deutschland gedeihen. Zudem gilt die Haselnuss als älteste bekannte Nuss.

Haselnüsse; Foto © yul38885 via shutterstock.com
Haselnüsse; Foto © yul38885 via shutterstock.com

Walnüsse

… wachsen ebenfalls in Deutschland. Allerdings nur in geringem Maße. Kauft man sie im Supermarkt, stammen sie in der Regel aus Frankreich, Kalifornien oder Chile.

Walnüsse; Foto © Krasula via shutterstock.com
Walnüsse; Foto © Krasula via shutterstock.com

Pekannüsse

… sehen den Walnüssen ähnlich, schmecken jedoch deutlich milder. Sie sind übrigens die einzigen Nüsse – überhaupt die einzigen frischen Lebensmittel – die es je ins Weltall geschafft haben.

Pekannüsse; Foto © Sokor Space via shutterstock.com
Pekannüsse; Foto © Sokor Space via shutterstock.com

Nüsse als Studentenfutter

Unter diesem Namen ist heute eine bunte Mischung aus Rosinen, Mandeln, Cashewkernen, Hasel-, Para- oder Walnüssen und mehr bekannt. Der Name der Mischung stammt aus dem 17. Jahrhundert. Eine Zeit, in der nur Söhne aus wohlhabenden Familien studieren konnten. Sie naschten gerne Rosinen und Mandeln. Noch heute ist die Knabberei beliebt, auch weil die Mischung aus Zucker und Fett dafür sorgt, dass der Blutzuckerspiegel nicht zu rasch steigt – oder fällt. Damit ist Studentenfutter ein idealer Begleiter für lange Vorlesungen oder Prüfungen.

Studentenfutter; Foto © Brent Hofacker via shutterstock.com
Studentenfutter; Foto © Brent Hofacker via shutterstock.com

So bleiben Nüsse frisch

Weil Nüsse einen so hohen Fettanteil haben, können sie schnell ranzig werden. Ist das der Fall, verfärben sie sich gelblich oder dunkel. Für Schimmelbefall sind sie ebenfalls anfällig. Bei muffigem Geruch sollten Nüsse unbedingt entsorgt werden. Damit Nüsse möglichst lange halten, sollten sie kühl, trocken, dunkel und gut verpackt gelagert werden. Außerdem sollten Sie gelagerte Nüsse regelmäßig kontrollieren und verfärbte oder vertrocknete Nüsse entsorgen.

Tipp: Nüsse kann man nicht nur knabbern, sondern auch in Form von Mus genießen. Dafür werden die Früchte geröstet und gemahlen. So bleiben viele Nährstoffe erhalten. Aber Achtung: Manchmal werden Nussmusen weniger gesunde Zutaten wie Zucker oder Palmöl zugefügt.

Erdnussmus; Foto © Zhenny-zhenny via shutterstock.com
Erdnussmus; Foto © Zhenny-zhenny via shutterstock.com

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